Castortransport rollt!

Castortransport rollt!

Der Zug mit elf hochradioaktiven Atommüllbehältern ist in Frankreich gestartet. Um 14.20 Uhr verliess der Transport den Verladebahnhof und begann seine rund 1000 km lange Fahrt bis in das Zwischenlager Gorleben.

Alle Appelle sind also verhallt. Die Verantwortlichen haben einmal mehr eine Maschinerie in Gang gesetzt, für die wir alle die Kosten und Folgen tragen.

  • Kommt alle morgen nach Dannenberg, um der Atomkraft eine Absage zu erteilen!
  • Wir fordern: Atomkraftwerke abschalten! Castortransport stoppen!

Mit 25 Stundenkilometern auf Treckern ins Wendland

Mit 25 Stundenkilometern auf Treckern ins Wendland

Heute um 10 Uhr trifft sich der Castor-Treck in Braunschweig auf dem Schlossplatz: Mit der Anreise zu den Castor-Protesten lassen sie sich Zeit: Auf Treckern, die gerade einmal 25 Stundenkilometer schnell sind, machen sich fünfzig Mitglieder des Asse-II-Koordinationskreises auf den Weg ins Camp in Dannenberg. Und zunächst machen sie Halt in Braunschweig.
http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/10200370/artid/13191064

Erste Polizei-Einsätze im Wendland

Erste Polizei-Einsätze im Wendland

Die Polizei ist am Donnerstagabend im Wendland erstmals gegen Gegner des bevorstehenden Castortransportes vorgegangen. In der Ortschaft Metzingen hätten die Beamten auf der Bundesstraße 216 eine Blockade geräumt und Demonstranten zur Seite gedrängt.
Mutmaßliche Atomkraftgegner haben in der Nacht zu Freitag bei Dahlenburg einen großen Stein auf die Castor-Bahnstrecke gelegt. Beamte hätten den etwa 20 mal 25 Zentimeter großen und mit Parolen gegen den Castortransport beschrifteten Stein gegen Mitternacht entdeckt und entfernt, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei auf dapd-Anfrage.
Die Bahnstrecke zwischen Lüneburg und Dannenberg ist wegen des Atommülltransportes für den regulären Zugverkehr gesperrt worden.
Quelle: news.yahoo.de, 05.11.2010

Genehmigungen sind da!

Genehmigungen sind da!

Man glaubt es kaum – aber heute (!) wurde die große Kundgebung am kommenden Samstag nun endlich genehmigt. Auslöser für die späte Genehmigung war das Verkehrskonzept. Das ist aber nun im Einvernehmen mit der Polizei in Ordnung… (siehe Anreise)

Zweite positive Meldung: das Camp der Bauern ist genehmigt. Es findet zwar nicht mehr zwischen Qucikborn und Gusborn statt, sondern auf dem Sportplatz in Gusborn. Aber dort wird zur Stunde fleißig aufgebaut!

Alle elf Castoren in Valognes eingetroffen

Alle elf Castoren in Valognes eingetroffen

Die letzten der elf Castorbehälter mit hochradioaktivem Atommüll haben heute die Wiederaufbereitungsanlage im nordfranzösischen La Hague verlassen, wie Greenpeace-Atomexperte Yannick Rousselet aus Frankreich bestätigte. Die Behälter wurden in drei Speziallastwagen zum Verladebahnhof des Atomkonzerns Areva in Valognes gebracht. Dort werden sie auf Bahnwaggons verladen. Damit sind alle Castorbehälter im Verladebahnhof in Valognes angekommen. Der Zug mit den elf Castorwaggons wird aller Voraussicht nach am Freitag seine Fahrt nach Gorleben antreten.

Von der Bundesregierung fordert Greenpeace, die Castorbehälter nicht ins wendländische Gorleben zu bringen, sondern sie im grenznahen AKW Philippsburg zwischenzulagern, um keine weiteren Sachzwänge für das zu untersuchende Endlager in Gorleben zu schaffen. Greenpeace hält den Salzstock in Gorleben als Endlager für hochradioaktiven Müll für ungeeignet.

Rekordbeteiligung bei Castor-Protesten am Wochenende erwartet

Rekordbeteiligung bei Castor-Protesten am Wochenende erwartet

“Wir gehen von 30.000 Teilnehmern aus, und es können auch noch erheblich mehr werden”, sagte Kerstin Rudek von der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg am Mittwoch in Hannover zu der erwarteten Teilnehmerzahl bei einer Großkundgebung in Dannenberg am Samstag. Bislang lag die höchste Beteiligung an der Kundgebung bei 14.500 Menschen im Jahr 2008.

Das Wendland im Ausnahmezustand – Camp Gusborn verboten

Das Wendland im Ausnahmezustand – Camp Gusborn verboten

Lange im Vorwege waren die Anträge für Camps, Verkehrsführungen und Infopunkte eingereicht und die Konzepte vorgestellt worden. Kreisbehörden und Veranstalter zogen an einem Strang, die Polizei zeigte sich kooperativ. Das hat sich nun, nur wenige Tage vor dem Beginn des Transportes, drastisch geändert: Mittlerweile hat die Polizei alle Verfahren an sich gezogen und über das nördliche Kreisgebiet eine Art Ausnahmezustand verhängt. Dabei scheint sie das Ziel zu verfolgen, die Region Dannenberg nahezu komplett und weiträumig vom Strassenverkehr abzuriegeln und den Zugang zur Auftaktkundgebung zu erschweren.Das Camp der Bäuerlichen Notgemeinschaft in Gusborn wurde als möglicher Ausgangsort von Widerstandshandlungen eingeordnet und ganz verboten, die Benutzung der Landesstrasse zwischen Dannenberg und Gorleben für die Traktoren als Zufahrt zur Kundgebung untersagt.

Auch das Camp Splietau war vor wenigen Tagen auf der Kundgebungswiese verboten worden, darf nun aber wenige hundert Meter entfernt – aber auf 300 Personen beschränkt – stattfinden.

Kundgebung gegen Castor mit Kumi Naidoo, Annelie Buntenbach und Bela B.

Kundgebung gegen Castor mit Kumi Naidoo, Annelie Buntenbach und Bela B.

Das Programm für die Großkundgebung gegen Atomenergie, gegen ein Atommüll-Endlager in Gorleben und gegen den bevorstehenden Castor-Transport steht fest. Die Debatte um die Verlängerung der AKW-Laufzeiten und die Aufhebung des Gorleben-Moratoriums steht im Fokus der Großkundgebung. Zahlreiche Gruppen und Einzelpersönlichkeiten haben erklärt, dass sie sich den Aktionen gegen den Castor-Transport anschließen werden.

Die Kundgebung findet am kommenden Samstag, den 6. November von 13 bis 16 Uhr vor den Toren Dannenbergs zwischen den Dörfern Nebenstedt und Splietau statt.

Veranstaltet wird die Demonstration von einem Bündnis, dem folgende Organisationen angehören: Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Bäuerliche Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg, Robin Wood, .ausgestrahlt, BUND, campact, contrAtom, Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad. Anmelder ist der Republikanischer AnwältInnen Verein (RAV). Weitere 115 Organisationen rufen zu der Demonstration auf, dazu über 1.100 Einzelpersonen und mehr als 80 prominente Künstlerinnen und Künstler.

Bisher sind 217 Busse aus der ganzen Republik und zusätzlich 20 Zubringerbusse von den Bahnhöfen Salzwedel, Uelzen, Lüneburg und Ludwigslust angemeldet. Die Veranstalter rechnen mit der größten Demonstration in der bisher 33-jährigen Geschichte des Gorleben-Widerstands.

Als Rednerinnen und Redner haben zugesagt:

  • Jürgen Schulz, Landrat des Landkreises Lüchow-Dannenberg (parteilos)
  • Kumi Naidoo, Direktor von Greenpeace International
  • Annelie Buntenbach, Mitglied des geschäftsführenden DGB-Bundesvorstands
  • Kerstin Rudek, Vorsitzende der BI Umweltschutz Lüchow Dannenberg
  • Claas Chocholowitz, Bäuerliche Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg
  • Lars-Ole Walburg, Intendant Schauspiel Hannover
  • Luise Neumann-Cosel, X-tausendmal quer
  • Dr. med. Michael Wilk, Arbeitskreis Umwelt Wiesbaden
  • Martin Lemke, Republikanischer AnwältInnen Verein (RAV)

Mit musikalischen und kulturellen Beiträgen sind dabei:

  • Irie Revoltés Soundsystem
  • Rainer von Vielen
  • LeFly
  • Lüneburger “Schrott-Trommler”
  • Willem Wittstamm
  • Bela B. und Rocko Schamoni

Moderation:

  • Dirk Seifert (Robin Wood)
  • Martin Donat (Stellv. Landrat des Landkreises Lüchow-Dannenberg)

Mehr Informationen unter greenpeace.de

Informationen rund um die Zukunft und Vergangenheit des Atom-Kurses der Bundesregierung, wie sie Männer und Frauen verführen und Atomenergie immer wieder Anklang findet…