Archiv der Kategorie: News

Castor-Transport Aktionsgeschehen

Castor-Transport Aktionsgeschehen

Mit einer Verspätung von 24 Stunden rollt der Castor-Zug wieder Richtung Dannenberg-Ost, er traf soeben (9.20 Uhr) ein. Dort müssen die 11 Behälter von der Schiene auf die Straße umgeladen werden. Noch in der Nacht hatte unter Vermittlung von Pastoren ein Gespräch zwischen den Demonstranten und Polizeieinsatzleitung stattgefunden. Die Demonstranten hatten mit Blick auf die große Zahl der Demonstranten auf den Schienen einen Vorschlag der Gewerkschaft der Polizei aufgegriffen: der Zug sollte bis zum nächsten Morgen auf der Strecke stehen bleiben, um zu gewährleisten, dass bei einem Polizeieinsatz keine Verletzten gibt – auf keiner Seite, wie die Unterhändler betonten. “Die Polizei hat eingeräumt, dass die Blockade absolut friedlich verlief, aber handelte unter Druck, das wurde uns klar: offensichtlich hätte ein solches “Moratorium” als politische Niederlage gegolten”, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Die Räumung begann um 1.30 Uhr, bis zum Passieren des Castor-Zuges (9.45 Uhr) werden rund 2000 Demonstranten unter offenem Himmel bei Minustemperaturen festgehalten. “Dieser Zustand war rechtswidrig, denn einen richterlichen Beschluss gab es dafür nicht, es war nicht einmal möglich, in der Gefangenensammelstelle in Lüchow einen zuständigen Richter zu erreichen”, beklagt Rechtsanwalt Dieter Magsam, der betroffene Mandanten betreut.

Bundespolizist nimmt sich in Dannenberg das Leben

Bundespolizist nimmt sich in Dannenberg das Leben

Mit Bestürzung reagiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) auf die Meldung, dass ein Bundespolizist, der anlässlich des Castor-Transports nach Gorleben eingesetzt war, sich das Leben genommen hat. Er soll sich in seiner Unterkunft mit der Dienstpistole erschossen haben.

“Wir sind erschreckt und können nur hoffen, dass dieser Freitod in keinerlei Zusammenhang mit dem Einsatz steht”, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Anti-Atom-Protest in Dannenberg übertrifft Erwartungen bei weitem. 50.000 Menschen fordern: Castor stopp, Atomausstieg jetzt!

Anti-Atom-Protest in Dannenberg übertrifft Erwartungen bei weitem. 50.000 Menschen fordern: Castor stopp, Atomausstieg jetzt!

Gemeinsame Pressemitteilung vom 6. November 2010

Dannenberg: Bei der Großkundgebung zum Auftakt der Proteste gegen den Castor-Transport ins Wendland protestieren am heutigen Samstag weit über 50.000 Menschen gegen die Atompolitik der Bundesregierung. Mit über 600 Schleppern beteiligen sich die Landwirte an dem Protest, rund 150 Traktoren blockieren in verkeilter Form die Ortschaft Splietau.
Seit 13.00 Uhr findet in der Nähe des Castor-Verladekrans bei Dannenberg die große Auftaktkundgebung statt. Mit mehr als 400 Bussen waren Tausende Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet zu der Demonstration angereist. Unter dem Motto “Mit Gorleben kommen sie nicht durch – Rote Karte für Atomkraft!” wird sie von Umweltverbänden und Bürgerinitiativen organisiert und von einem breiten Bündnis unterstützt. Es ist die größte Demonstration, die es in der Geschichte des Gorlebens-Widerstands bisher gegeben hat.

Die Veranstalter erklärten: “Der heutige breite Protest zehntausender Menschen zeigt: Die Bevölkerung duldet keine Klientelpolitik für Atomkonzerne auf Kosten ihrer Sicherheit. Der Widerstand gegen die Atompläne der Bundesregierung kommt aus allen Schichten der Gesellschaft. Zehntausende Demonstranten haben erneut deutlich gemacht, dass große Teile der Bevölkerung die Kungelei der Bundesregierung mit den Stromkonzernen ablehnen. Gleichzeitig findet in Hannover eine große Gewerkschaftsdemonstration gegen den Sozialabbau statt. Auch dort solidarisieren sich die Teilnehmer mit dem Protest im Wendland. Die vielen Demonstranten gegen den Castortransport ins Wendland stehen für Millionen Menschen in Deutschland, die es ablehnen, dass die gefährlichen Atomkraftwerke länger laufen sollen. Die Bundesregierung muss diese Proteste endlich ernst nehmen. Wir fordern den sofortigen Atomausstieg. Wenn Merkel und Co. stattdessen weiter nur den Interessen einiger weniger Großkonzerne dienen, werden sie scheitern.”

Die große Kundgebung ist der Auftakt für die vielfältigen und kreativen Proteste gegen den Castor-Transport. Die Demonstration richtet sich gegen die Atommüll-Politik der Bundesregierung, die einseitig auf den ungeeigneten Salzstock in Gorleben setzt und diesen auch wieder mit dem Instrument der Enteignung durchsetzen will. „Es gibt für den hochradioaktiven Atommüll, der in den Atomkraftwerken entsteht, weltweit keine sicheren Lagermöglichkeiten für eine Million Jahre. Statt die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern müssen wir endlich mit der Produktion des Atommülls aufhören. Gorleben ist als Standort geologisch nicht geeignet und muss endlich aufgegeben werden!“, so die Veranstalter.

Die Veranstalter kündigten an, nach dem heutigen großen Erfolg nicht locker zu lassen. „Wir werden die Auseinandersetzung um die Atomenergie nicht nur in den nächsten Tagen offensiv weiterführen, sondern vehement weiterführen.”

Alle Informationen zu der Kundgebung und den Protesten gegen den Castor-Transport finden Sie unter www.castor2010.de

Angela Merkel soll nach Gorleben kommen

Angela Merkel soll nach Gorleben kommen

(…) Grünen-Parteichef Cem Özdemir forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, während des Castor-Atommülltransports in die Region Gorleben zu kommen. “Ich finde, wenn Frau Merkel der Meinung ist, die Laufzeit für Atomkraftwerke muss verlängert werden, soll sie sich im Wendland blicken lassen und das Gespräch suchen.” (…)

Quelle: n-tv.de, 05.11.2010

Hamburg: Benefitz-Konzert für den Widerstand

Hamburg: Benefitz-Konzert für den Widerstand

Slime und Jan Delay singen für den Widerstand: „Am Wochenende werden Zehntausende den Castor rocken. Wir fangen jetzt damit an“, riefen die Moderatoren Frank Otto und Oliver Neß den 700 Besuchern des Benefizkonzerts „Schotter gegen den Atomzug“ am Mittwochabend zu – und 30 Musiker ließen diesen Worten mehr als vier Stunden in der Hamburger „Fabrik“ Taten folgen. Neben Ska-Reggae von Jonkanoo und dem Ska-Punk Rantanplans heizten Gorleben-Veteran Abi Wallenstein&Friends mit Blues und Rock, Knarf Rellöm mit seinem Soundsystem und die Hip-Hopper von D-Flame heftig ein. Bis die Punk-Legenden von Slime gemeinsam mit Jan Delay auf der Bühne standen – um dem Atomstaat Deutschland eindringlich das Ableben nahezulegen.
Die Erlöse des von der Initiative „Unternehmer gegen Atomkraft“ veranstalteten Konzerts – rund 5.000 Euro – gingen noch am selben Abend an die „Bäuerliche Notgemeinschaft“. Verbunden mit der Aufforderung für das Wochenende: „Macht was draus!“

Castortransport rollt!

Castortransport rollt!

Der Zug mit elf hochradioaktiven Atommüllbehältern ist in Frankreich gestartet. Um 14.20 Uhr verliess der Transport den Verladebahnhof und begann seine rund 1000 km lange Fahrt bis in das Zwischenlager Gorleben.

Alle Appelle sind also verhallt. Die Verantwortlichen haben einmal mehr eine Maschinerie in Gang gesetzt, für die wir alle die Kosten und Folgen tragen.

  • Kommt alle morgen nach Dannenberg, um der Atomkraft eine Absage zu erteilen!
  • Wir fordern: Atomkraftwerke abschalten! Castortransport stoppen!

Mit 25 Stundenkilometern auf Treckern ins Wendland

Mit 25 Stundenkilometern auf Treckern ins Wendland

Heute um 10 Uhr trifft sich der Castor-Treck in Braunschweig auf dem Schlossplatz: Mit der Anreise zu den Castor-Protesten lassen sie sich Zeit: Auf Treckern, die gerade einmal 25 Stundenkilometer schnell sind, machen sich fünfzig Mitglieder des Asse-II-Koordinationskreises auf den Weg ins Camp in Dannenberg. Und zunächst machen sie Halt in Braunschweig.
http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/10200370/artid/13191064

Erste Polizei-Einsätze im Wendland

Erste Polizei-Einsätze im Wendland

Die Polizei ist am Donnerstagabend im Wendland erstmals gegen Gegner des bevorstehenden Castortransportes vorgegangen. In der Ortschaft Metzingen hätten die Beamten auf der Bundesstraße 216 eine Blockade geräumt und Demonstranten zur Seite gedrängt.
Mutmaßliche Atomkraftgegner haben in der Nacht zu Freitag bei Dahlenburg einen großen Stein auf die Castor-Bahnstrecke gelegt. Beamte hätten den etwa 20 mal 25 Zentimeter großen und mit Parolen gegen den Castortransport beschrifteten Stein gegen Mitternacht entdeckt und entfernt, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei auf dapd-Anfrage.
Die Bahnstrecke zwischen Lüneburg und Dannenberg ist wegen des Atommülltransportes für den regulären Zugverkehr gesperrt worden.
Quelle: news.yahoo.de, 05.11.2010

Genehmigungen sind da!

Genehmigungen sind da!

Man glaubt es kaum – aber heute (!) wurde die große Kundgebung am kommenden Samstag nun endlich genehmigt. Auslöser für die späte Genehmigung war das Verkehrskonzept. Das ist aber nun im Einvernehmen mit der Polizei in Ordnung… (siehe Anreise)

Zweite positive Meldung: das Camp der Bauern ist genehmigt. Es findet zwar nicht mehr zwischen Qucikborn und Gusborn statt, sondern auf dem Sportplatz in Gusborn. Aber dort wird zur Stunde fleißig aufgebaut!