Anfang November stoppten sie den jüngsten Castor-Transport nach Gorleben - nun müssen sich die sieben Atomkraftgegner vor einem französischen Gericht verantworten. Im Falle einer Verurteilung müssen sie mit Haft- und hohen Geldstrafen rechnen. Bei der Räumung wurden die angeketteten Aktivisten teilweise schwer verletzt.
Ein 24-jähriger Deutscher und sechs Franzosen stehen in der Normandie vor Gericht. Anfang November war ihnen die erste Blockade des Castor-Transports nach Gorleben gelungen. Dreieinhalb Stunden brauchte die Polizei, um die fest geketteten Blockierer aus den Schienen zu schneiden. Jetzt drohen ihnen ein halbes Jahr Haft, eine Geldstrafe und hohe Schadensersatzforderungen.
Denn zum ersten Mal klagt neben der französischen Staatsbahn auch der Atomkonzern Areva, um sich Entschädigungen zu sichern. Vor dem Gericht demonstrierten Atomkraftgegner - auch aus Deutschland. Sie werfen der Polizei vor, brutal gegen die Blockierer vorgegangen zu sein. ´Die Demonstranten waren in Eisenrohren angekettet´, beschreibt Francois Levallet seine Sicht der Ereignisse. ´Die Polizei hat die Rohre mit einem Winkelschleifer durchgesägt und weil sie das Metall nicht gekühlt haben, haben sie die Hände der Demonstranten schwer verbrannt und einem von ihnen die Sehnen an der Hand durchtrennt, sodass er mehrfach operiert werden musste.´ Die Blockierer haben Strafanzeige gegen die Polizei gestellt, doch das Verfahren gegen die Beamten wurde bereits eingestellt.
Castortransport: Über 500 Verletzte durch Polizeiübergriffe und 2190 Dosen Reizgas
Eine traurige Bilanz friedlicher Proteste: Die Demo-Sanitäter haben ihre Auswertung vom Castortransport nach Gorleben veröffentlicht. Mindestens 505 Verletzte mussten nach Polizeiübergriffen behandelt werden, in den meisten Fällen Opfer von Reizgas. Die Polizei veröffentlichte entsprechende Zahlen: 2190 Dosen Reizgas seien beim Castor gegen Demonstraten eingesetzt worden. Nun wird ein Verbot gefordert.
Allerdings hätten nur die Hälfte aller eingesetzten Sanitäter Rückmeldung gegeben. Daher ist davon auszugehen, dass die Zahl der Verletzten in etwa doppelt so hoch gewesen ist.
Die Bilanz der Demosanitäter:
4. November, Metzingen (Blockade der B216): 1 Verletzte Person durch Schlagstockeinsatz
6. November, Splietau (Auftaktdemo): 30 Verletzte durch Pfefferspray, 1 verletzte Person durch Schlagstockeinsatz
7. November, Köhlingen: 17 verletzte durch Pfefferspray, 25 Verletzte durch Schlagstockeinsatz, 1 verletzte Person durch Schläge/Tritte/Pferde
7. November, Metzingen: 6 6 4
7. November, km 189-193 (Castor schottern): 278 durch Pfefferspray, 63 durch Schlagstockeinsatz, 8 Verletzte nach Schlägen, Tritten oder Pferdeeinsatz
7. November, Pommoisel: 3 verletzte Personen nach CS-Gaseinsatz
7. November, Harlingen: 53 durch Pfefferspray, 8 Verletzte durch Schlagstockeinsatz, jeweils eine verletzte Person durch Schläge/Tritte/Pferde und CS-Gas.
Summe:
384 Verletzte durch Pfefferspray
103 Verletzte durch Schlagstockeinsatz
14 Verletzte durch Schläge / Tritte / Einsatz von Pferden
4 Verletzte durch den Einsatz von CS-Gas
Behandlungen von Verletzungen durch Polizeiübergriffe: 505
Krankenhausbehandlung (Notarztwagen): 12
Übergriffe durch Polizei auf SanitäterInnen: 2
Behandlungen durch selbstverursachte Verletzungen, Schwäche etc.: 51
Ca 20 Prozent der Beteiligten an der Aktion "Castor Schottern" hatten nach Angaben der Sanis Pfefferspraybeeinträchtigungen, viele DemonstrantInnen sind trotz Verletzungen freiwillig unbehandelt nach Hause gefahren.
2190 Dosen Reizgas
Synthetisches Pfefferspray wurde laut eines Schreibens des parlamentarischen Staatssekretärs im Innenministerium, Ole Schröder (CDU) an die Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke in großem Maße von der Polizei bei den Demonstrationen gegen den Castortransport im Wendland eingesetzt: 2190 Dosen seien leer gesprüht worden.
Jelpke zeigte sich entsetzt über die Auskunft aus dem Ministerium: "Schon alleine die Dimension dieses Reizgaseinsatzes zeigt, welcher Polizeigewalt die Demonstranten ausgesetzt waren. Mit der Verhältnismäßigkeit der Mittel ist das schlechterdings unvereinbar."
Für Aufsehen sorgt ein Gutachten des Wissenschaftlichen Diensts des Bundestags, das die Linke in Auftrag gegeben hatte. Dort heißt es, der Körper reagiere auf Pfefferspray mit heftigen Symptomen, die zu einer meist vorübergehenden körperlichen Beeinträchtigung führen. Aber auch bleibende körperliche Schäden und seelische Schäden sind nicht auszuschließen.
In einem Brief Lotters an Innenminister Thomas de Maizière (CDU) fordert der FDP-Bundestagsabgeordnete Erwin Lotter, für Demonstrationen den Einsatz von Alternativen zu prüfen, die "medizinisch wie praktisch weniger komplikationshaft" seien als der Einsatz von Pfefferspray. Die Linke im Bundestag will anlässlich der Vorkomnisse beim Castor und in Stuttgart zukünftig den Gebrauch von Pfefferspray verbieten lassen.
Augenzeugen und Videos zeigen deutlich, dass die Polizei besonders an den Schienen nicht gezielt sondern wahllos das Reizgas in die Menge gesprüht hat. Auch Journalisten seien betroffen gewesen.
Der Einsatz von Reizgas gipfelte in Laase damit, dass ein Kletterer aus 4,5 Metern vom Baum fiel und schwer verletzt wurde.
Prügelnder Sanitäter bei "Castor schottern" (KEIN Demo-Sani!)
graswurzel.tv: Castor schottern
Mittwoch, 01.12.10, 09:44 Uhr
600 Trecker in Splietau
Mittwoch, 10.11.10, 20:18 Uhr
Spenden für französische Aktivisten!
Mit einer Ankettaktion haben Franzosen den Castor nach Gorleben schon in Caen gestoppt. Nun brauchen sie dringend finanzielle Unterstützung!
16.500 Euro sollen sieben Festgenommene bis zum 15. November bezahlen, um auf freiem Fuss zu bleiben. Der erste Verhandlungstag ist am 08. Dezember in Caen. Können die Aktivisten die Kaution nicht zahlen, müssen sie diesen Zeitraum in den Knast.
Bei der Aktion wurde rücksichtslos und unproffessionall durch französische Polizisten geräumt, einem Aktivisten wurden Sehnen durchtrennt, zwei weiteren wurden schwere Verbrennungen zugefügt.
Internationale Solidarität ist angefragt !
Jede finanzielle Unterstüzung ist willkommen für die Aktionsgruppe GANVA.
Überweisung auf folgendes Konto
IBAN : FR43 2004 1010 0711 1706 6A03 814
BIC : PSSTFRPPLYO
Stichwort: GANVA
Mittwoch, 10.11.10, 15:47 Uhr
Schwarz/gelber Amoklauf: Baustopp in Gorleben per Sofortvollzug aufgehoben
Nur wenige Stunden nachdem der 12. Castor-Transport ins Zwischenlager Gorleben eingefahren ist, hat das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) auf Antrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) die sofortige Vollziehung der Verlängerung des Rahmenbetriebsplans und der Zulassung des Hauptbetriebsplans für das sogenannte Erkundungsbergwerk Gorleben angeordnet. "Atompolitischer Amoklauf" kommentieren Atomkraftgegner und kündigen weitere Proteste an.
Am kommenden Freitag (12.11.), 19.00 Uhr findet am Bergwerk eine Protest-Versammlung statt.
Gegen die Fortsetzung der Bauarbeiten nach Aufhebung des Moratoriums zum 1. Oktober hatten Anwohner und die Kirchengemeinden Gartow und Gorleben Klage eingereicht und einen Baustopp erwirkt. Mit dieser Anordnung soll sichergestellt werden, dass trotz der Klagen der Ausbau fortgesetzt werden.
Wolfgang Ehmke, der Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg erklärte: "Gerade erst haben wir den größten Polizeieinsatz der deutschen Nachkriegsgeschichte erlebt, einen Quantensprung des Anti-Atom- Protests im Wendland, dieser Antrag brüskiert die atomkritische Öffentlichkeit genauso wie die 20.000 Polizisten, die in diesen Tagen im Einsatz waren, um den atompolitischen Amoklauf von Schwarz-Gelb auszubaden".
Mittwoch, 10.11.10, 13:09 Uhr
Castortransport ins Wendland: Grundrechte haben als Grundrechte abgedankt
Schon häufig war die Rede vom Ausnahmezustand, der die Folge des Castortransports ins Wendland ist. Auch in diesen Novembertagen mussten wir erfahren, wie Proteste zwar hoheitlich gewährt werden können, als Grundrechte gegenüber der Staatsgewalt jedoch abgedankt haben. Breite, bunte, konsequente, jedoch durchgängig gewaltfreie Versammlungen haben deutlich gemacht, dass der Staat bereit ist, auf die Willensbekundung seiner Bürger und Bürgerinnen mit der Außerkraftsetzung von Grund- und Menschenrechten, mit der Aussetzung von Demokratie zu antworten.
An dieser grundlegenden Feststellung ändern die formal den BürgerInnen hoheitlich zugestandenen Möglichkeiten, den Protest zum Ausdruck bringen und das Recht auf Versammlungsfreiheit wahrnehmen zu können, nichts. Im Gegenteil, sie verstärken den Gesamteindruck.
Mit insgesamt 20 DemobeobachterInnen haben wir die Proteste begleitet. Sicherlich haben wir nicht alles beobachten können und unsere Beobachtungen erst vorläufig auswerten können.
Diese Einschätzung können wir jedoch durch folgende Beobachtungen belegen:
- „Castor schottern“ (Sonntag)
Lange vorher hatten die Gruppen, die zur Aktion „Castor schottern“ aufgerufen hatten, angekündigt, sie würden im Kontext dieser Aktion die Schienen betreten und Steine entfernen. Die Aktion war überschaubar und symbolisch, sie war bar jeder Heimtücke oder Gefährdung für die Sicherheit. Früh jedoch waren deren TeilnehmerInnen in die Ecke der Gewalttäter gestellt worden, um jede polizeiliche Gewaltanwendung im Vorhinein zu rechtfertigen.
Die Behauptungen, diese Gruppen wären „gewaltbereit“, gar gewalttätig, gewesen, stimmen nicht. Sie griffen die Polizei nicht an. So begleitete etwa eine Polizeieinheit eine große Gruppe Demonstrierender von dem Dorf Govelin aus eine knappe Stunde quer durch den Wald. Der zunächst gewählte Abstand, ließ sich im Wald nicht lange einhalten, so dass sie bald gemeinsam, Schulter an Schulter, weiterliefen. Die Polizei wusste, dass sie von dieser Gruppe nicht angegriffen würde. Als sich diese Gruppe allerdings der 50 m- Verbotszone näherte, wurde sie von einer anderen Einheit, einer baden-württembergischen, sofort mit Schlagstöcken und Pfefferspray traktiert. Nicht die allereinfachsten Grunderfordernisse einer „rechtsstaatlichen“ Auflösung einer Versammlung wurden eingehalten. Sie wurden nicht aufgefordert, stehen zu bleiben, die Versammlung wurde nicht aufgelöst, Gewaltmittel wurden nicht angekündigt. Stattdessen herrschten auch in dem Bereich, in dem Versammlungen gemäß der Allgemeinverfügung hätten stattfinden können, nur die Gewaltmittel der Polizei. Neben den bereits erwähnten Mitteln wurden auch immer wieder Pferde und Wasserwerfer gegen die Demonstrierenden eingesetzt. Das Gespräch mit den Bürgern und Bürgerinnen fand nicht statt, wurde gar empört zurückgewiesen. Der Souverän hatte der Polizei zu gehorchen und keine Fragen zu stellen. Große Gruppen von Bürgern und Bürgerinnen, die sich auf langen Märschen durch den Wald der Schiene näherten, waren des Grundrechts auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit sowie des Rechts auf körperliche Unversehrtheit völlig enthoben. Das waren unsere durchgehenden Erfahrungen an diesem Tag beiderseits der Schienenstrecke rechts und links von Leitstade.
- WiderSetzen (Sonntag) Auch diejenigen von der Aktion WiderSetzen, die eine Sitzblockade auf den Schienen angekündigt hatten, wurden mit Schlagstöcken angegriffen und sollten mit Pferden vertrieben werden. Vor Harlingen konnten sie letztlich den Schienenstrang auf zwei Kilometern besetzen. Nachdem dies gelungen war, gab die Polizei sich großzügig. Frei konnten Bürger und Bürgerinnen dorthin kommen und sich dazu gesellen. Sie wurden nicht aufgefordert, den Bereich zu verlassen, die Versammlung wurde zumindest seit den späten Nachmittagsstunden nicht für aufgelöst erklärt. Gewaltmittel wurden nicht angedroht. Scheinbar wurde das Versammlungsrecht, sogar entgegen der Allgemeinverfügung, auf den Schienen gewährt. Aber eben nur hoheitlich gewährt, nachdem BürgerInnen es sich zuvor „erkämpft“ hatten.
Der weitere Umgang mit dieser Sitzblockade zeigt jedoch, dass auch dieser Schein noch trügt. Zwar wurden großzügig Gespräche mit der Bürgerinitiative und den Organisatoren über die Planung einer verhältnismäßige Räumung geführt, gleichzeitig wurde aber die Räumung unter Verletzung der körperlichen Unversehrtheit geplant und zeitnah umgesetzt. Eine Räumung entlang des unwegsamen Bahngeländes ist sicherlich schwierig. Dies rechtfertigt es jedoch nicht, statt des Wegtragens schmerzende Polizeigriffe anzuwenden. Den Höhepunkt der Grund- und Menschenrechtsverletzungen in dieser Situation stellt die Planung dar, die Gefangenen in einer von Polizeiwagen gebildeten Wagenburg bis zum Ende des (Schienen-) Transportes unter freiem Himmel aufzubewahren. Bei deutlichen Minustemperaturen ist dies auch noch die Verletzung der körperlichen Unversehrtheit. Geschehen ist dies tatsächlich, allerdings letztlich nur bis zur Durchfahrt des Castors durch Harlingen. Aus den vielen Gerichsurteilen, dass Ingewahrsamnahmen rechtswidrig waren, lernt die Polizei scheinbar nur, dass sie weitere Menschenrechtsverletzungen hinzufügen kann.
- Montag: X-tausendmal-quer (Sonntag bis Montag) und noch ungezählte weitere Aktionen
Nachdem der Transport mit dem hochradioaktiven Müll im Verladebahnhof angekommen war, war die Situation im Wendland von der Absperrung der Transportstrecke gekennzeichnet. Die BürgerInnen konnten sich nicht frei im Landkreis bewegen, und gewöhnlich auch nicht zu den angemeldeten Mahnwachen kommen. Wer nicht gehorchte oder nicht ins polizeiliche Bild passte, riskierte, mit rabiater Gewalt traktiert zu werden. Bewohner durften gar ihre Häuser nicht mehr verlassen.
Trotz dieser Omnipräsenz der Polizei fanden die BürgerInnen allerdings immer wieder Wege ihrem Protest Ausdruck zu verleihen und ließen sich nicht einschüchtern.
In einem ersten Resumee müssen wir feststellen, dass die Grundrechte als Grundrechte aller Bürger und Bürgerinnen über Tage außer Kraft gesetzt waren. Nicht das Grundgesetz und die Menschenrechte bestimmten den Umgang, sondern die Durchsetzung einer Politik, die den Willen der BürgerInnen ignoriert und Interessen der Atomlobby zum Maßstab macht.
An erster Stelle hat die Politik versagt. Eine Politik, die nur mit massiven Gewaltmitteln gegen „seine“ Bürger durchgesetzt werden kann, ist verfehlt. An zweiter Stelle hat eine Polizei versagt, die bereit war, ihre Bindung an ein „rechtsstaatliches“ Vorgehen auszusetzen, um einen Transport zu gewährleisten, der mit verhältnismäßigen Mitteln kaum, allenfalls mit sehr viel mehr Zeit hätte durchgeführt werden können. Die Polizeibeamten und –beamtinnen wurden in diesem Einsatz verheizt, ließen sich aber auch verheizen. Viele von ihnen scheinen noch immer zu glauben, Befehl sei Befehl und sie hätten ohne eigene Gewissensanstrengung zu gehorchen. Schlimmer noch, sie glauben, diese Haltung hätten auch die BürgerInnen gegenüber der Polizei einzunehmen.
Bürger und Bürgerinnen dagegen haben gezeigt, dass es Hoffnung gibt, auf einen Souverän, der die Dinge nicht in den Händen der Politiker belässt, sondern seine Anliegen selbst in die Hand nimmt.
gez.: Theo Christiansen, Elke Steven
Elke Steven
Komitee für Grundrechte und Demokratie
Aquinostr. 7 - 11; 50670 Köln
Telefon: 0221 - 97269 -30; Fax -31
www.grundrechtekomitee.de
info@grundrechtekomitee.de
Mittwoch, 10.11.10, 13:50 Uhr
Fotos, Videos, Berichte
Wir sammeln und veröffentlichen gern eure Fotos, Videos und Berichte von dem, was ihr erlebt habt.
Schickt die Sachen bitte an doku@castor2010.de
Das Team von castor2010.de wünscht alles Gute, beim Verarbeiten des Erlebten, beim Ausschlafen, beim Weitermachen.
Ihr wart ganz, ganz toll!
Montag, 08.11.10, 11:16 Uhr
Castor-Transport %u2013 Aktionsgeschehen Nachlese
Mit einer Verspätung von 24 Stunden rollt der Castor-Zug wieder Richtung Dannenberg-Ost, er traf soeben (9.20 Uhr) ein. Dort müssen die 11 Behälter von der Schiene auf die Straße umgeladen werden. Noch in der Nacht hatte unter Vermittlung von Pastoren ein Gespräch zwischen den Demonstranten und Polizeieinsatzleitung stattgefunden. Die Demonstranten hatten mit Blick auf die große Zahl der Demonstranten auf den Schienen einen Vorschlag der Gewerkschaft der Polizei aufgegriffen: der Zug sollte bis zum nächsten Morgen auf der Strecke stehen bleiben, um zu gewährleisten, dass bei einem Polizeieinsatz keine Verletzten gibt – auf keiner Seite, wie die Unterhändler betonten. “Die Polizei hat eingeräumt, dass die Blockade absolut friedlich verlief, aber handelte unter Druck, das wurde uns klar: offensichtlich hätte ein solches “Moratorium” als politische Niederlage gegolten”, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Die Räumung begann um 1.30 Uhr, bis zum Passieren des Castor-Zuges (9.45 Uhr) werden rund 2000 Demonstranten unter offenem Himmel bei Minustemperaturen festgehalten. “Dieser Zustand war rechtswidrig, denn einen richterlichen Beschluss gab es dafür nicht, es war nicht einmal möglich, in der Gefangenensammelstelle in Lüchow einen zuständigen Richter zu erreichen”, beklagt Rechtsanwalt Dieter Magsam, der betroffene Mandanten betreut.
Samstag, 06.11.10, 20:40 Uhr
Bundespolizist nimmt sich in Dannenberg das Leben
Mit Bestürzung reagiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) auf die Meldung, dass ein Bundespolizist, der anlässlich des Castor-Transports nach Gorleben eingesetzt war, sich das Leben genommen hat. Er soll sich in seiner Unterkunft mit der Dienstpistole erschossen haben.
"Wir sind erschreckt und können nur hoffen, dass dieser Freitod in keinerlei Zusammenhang mit dem Einsatz steht", sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.
Samstag, 06.11.10, 14:20 Uhr
Anti-Atom-Protest in Dannenberg übertrifft Erwartungen bei weitem. 50.000 Menschen fordern: Castor stopp, Atomausstieg jetzt!
Gemeinsame Pressemitteilung vom 6. November 2010
Dannenberg: Bei der Großkundgebung zum Auftakt der Proteste gegen den Castor-Transport ins Wendland protestieren am heutigen Samstag weit über 50.000 Menschen gegen die Atompolitik der Bundesregierung. Mit über 600 Schleppern beteiligen sich die Landwirte an dem Protest, rund 150 Traktoren blockieren in verkeilter Form die Ortschaft Splietau.
Seit 13.00 Uhr findet in der Nähe des Castor-Verladekrans bei Dannenberg die große Auftaktkundgebung statt. Mit mehr als 400 Bussen waren Tausende Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet zu der Demonstration angereist. Unter dem Motto "Mit Gorleben kommen sie nicht durch – Rote Karte für Atomkraft!" wird sie von Umweltverbänden und Bürgerinitiativen organisiert und von einem breiten Bündnis unterstützt. Es ist die größte Demonstration, die es in der Geschichte des Gorlebens-Widerstands bisher gegeben hat.
Die Veranstalter erklärten: "Der heutige breite Protest zehntausender Menschen zeigt: Die Bevölkerung duldet keine Klientelpolitik für Atomkonzerne auf Kosten ihrer Sicherheit. Der Widerstand gegen die Atompläne der Bundesregierung kommt aus allen Schichten der Gesellschaft. Zehntausende Demonstranten haben erneut deutlich gemacht, dass große Teile der Bevölkerung die Kungelei der Bundesregierung mit den Stromkonzernen ablehnen. Gleichzeitig findet in Hannover eine große Gewerkschaftsdemonstration gegen den Sozialabbau statt. Auch dort solidarisieren sich die Teilnehmer mit dem Protest im Wendland. Die vielen Demonstranten gegen den Castortransport ins Wendland stehen für Millionen Menschen in Deutschland, die es ablehnen, dass die gefährlichen Atomkraftwerke länger laufen sollen. Die Bundesregierung muss diese Proteste endlich ernst nehmen. Wir fordern den sofortigen Atomausstieg. Wenn Merkel und Co. stattdessen weiter nur den Interessen einiger weniger Großkonzerne dienen, werden sie scheitern."
Die große Kundgebung ist der Auftakt für die vielfältigen und kreativen Proteste gegen den Castor-Transport. Die Demonstration richtet sich gegen die Atommüll-Politik der Bundesregierung, die einseitig auf den ungeeigneten Salzstock in Gorleben setzt und diesen auch wieder mit dem Instrument der Enteignung durchsetzen will. „Es gibt für den hochradioaktiven Atommüll, der in den Atomkraftwerken entsteht, weltweit keine sicheren Lagermöglichkeiten für eine Million Jahre. Statt die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern müssen wir endlich mit der Produktion des Atommülls aufhören. Gorleben ist als Standort geologisch nicht geeignet und muss endlich aufgegeben werden!“, so die Veranstalter.
Die Veranstalter kündigten an, nach dem heutigen großen Erfolg nicht locker zu lassen. „Wir werden die Auseinandersetzung um die Atomenergie nicht nur in den nächsten Tagen offensiv weiterführen, sondern vehement weiterführen."
Alle Informationen zu der Kundgebung und den Protesten gegen den Castor-Transport finden Sie unter www.castor2010.de
Pressekontakte:
Wolfgang Ehmke BI Lüchow-Dannenberg, 0170-5105606
Thorben Becker, BUND, 0173-60716 03
Jochen Stay, .ausgestrahlt, 0170-9358759
Die Auftaktkundgebung zu den Castor-Protesten wird getragen von: Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Bäuerliche Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg, Robin Wood, .ausgestrahlt, BUND, campact, contrAtom, Arbeitgemeinschaft Schacht Konrad.
Freitag, 05.11.10, 21:12 Uhr
Hamburg: Benefitz-Konzert für den Widerstand
Slime und Jan Delay singen für den Widerstand: „Am Wochenende werden Zehntausende den Castor rocken. Wir fangen jetzt damit an“, riefen die Moderatoren Frank Otto und Oliver Neß den 700 Besuchern des Benefizkonzerts „Schotter gegen den Atomzug“ am Mittwochabend zu – und 30 Musiker ließen diesen Worten mehr als vier Stunden in der Hamburger „Fabrik“ Taten folgen. Neben Ska-Reggae von Jonkanoo und dem Ska-Punk Rantanplans heizten Gorleben-Veteran Abi Wallenstein&Friends mit Blues und Rock, Knarf Rellöm mit seinem Soundsystem und die Hip-Hopper von D-Flame heftig ein. Bis die Punk-Legenden von Slime gemeinsam mit Jan Delay auf der Bühne standen – um dem Atomstaat Deutschland eindringlich das Ableben nahezulegen.
Die Erlöse des von der Initiative „Unternehmer gegen Atomkraft“ veranstalteten Konzerts - rund 5.000 Euro - gingen noch am selben Abend an die „Bäuerliche Notgemeinschaft“. Verbunden mit der Aufforderung für das Wochenende: „Macht was draus!“
Freitag, 05.11.10, 21:19 Uhr
Angela Merkel soll nach Gorleben kommen
(...) Grünen-Parteichef Cem Özdemir forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, während des Castor-Atommülltransports in die Region Gorleben zu kommen. "Ich finde, wenn Frau Merkel der Meinung ist, die Laufzeit für Atomkraftwerke muss verlängert werden, soll sie sich im Wendland blicken lassen und das Gespräch suchen." (...)
Quelle: ntv., 05.11.2010
Freitag, 05.11.10, 20:50 Uhr
Übersetzung des Tickers
Die Webseite castor.de stellt eube Übersetzung der Tickermeldungen ins englische zur Verfügung:
Morgen gibt es die hilfreichen Heftchen mit allerlei nützlichen Infos rund um den Castortransport auf der Kundgebung und in den Camps.
Freitag, 05.11.10, 20:41 Uhr
Das Wendland erwartet euch!
Auf der Kundgebungswiese in Splietau wird noch fleissig gearbeitet: Techniker bauen die Bühen auf. Unweit hat die Polizei die Umgebeung des Verladekran in Scheinwerferlicht getaucht. Im gegenüberliegenden Camp wird gekocht und geschnippelt, rudn hundert Leute sind schon da.
Besser gefüllt sein sollen die Camps entlang der Schiene: in Köhlingen und Hitzacker.
Auf der ESSO-Wiese in Dannenberg herrscht geschäftiges Treiben.
Wir alle erwarten euch! Kommt ins Wendland!
Lasst uns gemeinsam protestieren! Gegen Atomenergie - für die Energiewende!
Freitag, 05.11.10, 20:59 Uhr
Castor in Frankreich blockiert
Der Castortransport ist bereits in Frankreich blockiert worden! Nahe Caen hatten sich 12 Aktivisten angekettet. Der Zug konnte erst nach 3 Stunden seine Fahrt fortsetzen.
Der Zug mit elf hochradioaktiven Atommüllbehältern ist in Frankreich gestartet. Um 14.20 Uhr verliess der Transport den Verladebahnhof und begann seine rund 1000 km lange Fahrt bis in das Zwischenlager Gorleben.
Alle Appelle sind also verhallt. Die Verantwortlichen haben einmal mehr eine Maschinerie in Gang gesetzt, für die wir alle die Kosten und Folgen tragen.
Kommt alle morgen nach Dannenberg, um der Atomkraft eine Absage zu erteilen!
Wir fordern: Atomkraftwerke abschalten! Castortransport stoppen!
Freitag, 05.11.10, 11:54 Uhr
Mit 25 Stundenkilometern auf Treckern ins Wendland
Heute um 10 Uhr trifft sich der Castor-Treck in Braunschweig auf dem Schlossplatz: Mit der Anreise zu den Castor-Protesten lassen sie sich Zeit: Auf Treckern, die gerade einmal 25 Stundenkilometer schnell sind, machen sich fünfzig Mitglieder des Asse-II-Koordinationskreises auf den Weg ins Camp in Dannenberg. Und zunächst machen sie Halt in Braunschweig.
Die Polizei ist am Donnerstagabend im Wendland erstmals gegen Gegner des bevorstehenden Castortransportes vorgegangen. In der Ortschaft Metzingen hätten die Beamten auf der Bundesstraße 216 eine Blockade geräumt und Demonstranten zur Seite gedrängt.
Mutmaßliche Atomkraftgegner haben in der Nacht zu Freitag bei Dahlenburg einen großen Stein auf die Castor-Bahnstrecke gelegt. Beamte hätten den etwa 20 mal 25 Zentimeter großen und mit Parolen gegen den Castortransport beschrifteten Stein gegen Mitternacht entdeckt und entfernt, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei auf dapd-Anfrage.
Die Bahnstrecke zwischen Lüneburg und Dannenberg ist wegen des Atommülltransportes für den regulären Zugverkehr gesperrt worden.
Ein kleiner Eindruck vom heutigen Tage: in Spliezau füllt sich die Wiese, auf der übermorgen die Kundgebung stattfinden soll. Erste Zelte und Wagen stehen, heute abend werden noch Zäune geliefert. Ab morgen früh gehen dann die Techniker ans Werk, die Bühne aufzustellen. Ein Hinweis: der Boden ist wegen des vielen Regens aufgeweicht, zieht euch also feste Schuhe an!
Im gegenüberliegenden Camp ist die Stimmung super, es gab eine erste Mahlzeit in der Vokü, weitere Unterkunft-Zelte stehen. Die Öfen brennen - obwohl das Wetter eigentlich eher mild ist.
Das Bauerncamp in Gusborn nimmt auch Gestalt an: Ein großes Zelt wurde aufgebaut, in dem 2.000 Menschen Platz finden können. Nachdem der erste Campplatz von der Polizei verboten wurde, sind die Bauern jetzt neben dem Sportplatz in Gusborn.
stellt Greenpeace aktuelle Informationen zur Verfügung!
Donnerstag, 04.11.10, 18:27 Uhr
Allgemeinverfügung auch im Süden!
Die Kreisverwaltung Germersheim hat am 02.11.2010 eine "Allgemeinverfügung über eine räumliche und zeitliche Beschränkung des Versammlungsrechts innerhalb eines Korridors entlang der Bahnstrecke von der deutsch-französischen Grenze bis zur Eisenbahnbrücke Wörth-Karlsruhe (Landesgrenze Rheinland-Pfalz) innerhalb des Landkreises Germersheim anlässlich des Transports von Glaskokillenbehältern von der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague zum Transportbehälterzwischenlager Gorleben" erlassen, die im Amtsblatt des Landkreises Germersheim, Ausgabe 26/2010 vom 2. November 2010 bekannt gemacht wurde.
Man glaubt es kaum - aber heute (!) wurde die große Kundgebung am kommenden Samstag nun endlich genehmigt. Auslöser für die späte Genehmigung war das Verkehrskonzept. Das ist aber nun im Einvernehmen mit der Polizei in Ordnung... (siehe Anreise)
Zweite positive Meldung: das Camp der Bauern ist genehmigt. Es findet zwar nicht mehr zwischen Qucikborn und Gusborn statt, sondern auf dem Sportplatz in Gusborn. Aber dort wird zur Stunde fleißig aufgebaut!
Donnerstag, 04.11.10, 11:53 Uhr
Das Wetter ist trist und grau...
Leider ist das Wetter im Wendland heute trist und grau, dafür gibt es für euch ein Clip zum Schmunzeln:
Donnerstag, 04.11.10, 11:12 Uhr
David McAllister hat Verständnis für Castor-Gegner
Vor Beginn des Castor-Transports aus dem französischen La Hague nach Gorleben hat Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) betont, dass er die Gegner des Atommülltransports keinesfalls kritisieren wolle.
Gegenüber dem „Weser-Kurier“ äußerte er „Verständnis für die Sorgen der Menschen“. McAllister appellierte jedoch an die Demonstranten, ihren Protest friedlich und innerhalb der gesetzlichen Grenzen vorzutragen. Zum geplanten Endlager Gorleben erklärte der Ministerpräsident, dass eine Rückholung der radioaktiven Abfälle während der Betriebsphase möglich sein müsse. Das sei eine „zentrale Forderung“ Niedersachsens. Selbst eine Bergung nach dem Betrieb und Verschluss der Schächte wolle man ermöglichen: Deshalb müsse für die Abfallbehälter nachgewiesen werden, dass sie 500 Jahre unter Druck und Hitze dicht bleiben.
Quelle (Auszug): weser-kurier.de, 04.11.2010
Donnerstag, 04.11.10, 10:07 Uhr
EU-Richtlinienvorschlag zur Endlagerung: Günther Oettinger will Atommüll vergraben
BI Umweltschutz: Oettinger macht Druck pro Gorleben Das Problem der Endlagerung von Atommüll ist in den meisten EU-Staaten bisher ungelöst. Die EU will jetzt über die Endlagerung von Atommüll in den Mitgliedsstaaten mitbestimmen und einen Zeitrahmen vorgeben. EU-Energiekommissar Günther Oettinger wird Mittwoch (3. 11.) einen entsprechenden Richtlinienvorschlag präsentieren. Darin spricht sich die Kommission für die unterirdische [...] —
Allemands et Français dénoncent l%u2019impasse des déchets nucléaires
Déclaration commune du Réseau « Sortir du nucléaire » et de la B.I Lüchow-Dannenberg
Directive sur l’enfouissement des déchets : Allemands et Français dénoncent un projet dangereux et antidémocratique
Ce mercredi 3 novembre, la Commission Européenne présentera un projet de directive sur la gestion des déchets nucléaires, qui présente l’enfouissement en profondeur comme la meilleure option. Les Etats-membres seraient ainsi invités à construire au plus vite des centres de stockage, et à accélérer la construction des sites déjà prévus. - weiterlesen auf bi-luechow-dannenberg.de
Man braucht nicht bei Facebook registriert sein, allerdings gibt es einen Tag Vorverkaufsfrist.
Donnerstag, 04.11.10, 10:40 Uhr
Gorleben-Konflikt verdeutlicht wachsende Entfremdung zwischen Regierung und Bevölkerung
"Merkels Atompolitik verliert jeden gesellschaftlichen Rückhalt", so Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt. "Die Zahl der angemeldeten Busse für die Großdemonstration am Samstag in Dannenberg nähert sich der Marke von 300. X-Tausende haben darüber hinaus angekündigt, sich in den Tagen danach an Aktionen des zivilen Ungehorsams auf der Castor-Strecke zu beteiligen. Die bisher größten Proteste in der Geschichte des seit 33 Jahren andauernden Gorleben-Konflikts stehen unmittelbar bevor."
Donnerstag, 04.11.10, 10:22 Uhr
Castor-Transport - Absage geht immer noch!
Die letzten der elf Castorbehälter mit hochradioaktivem Atommüll haben gestern die Wiederaufbereitungsanlage im nordfranzösischen La Hague verlassen, wie Greenpeace-Atomexperte Yannick Rousselet aus Frankreich bestätigte. In drei Speziallastwagen wurden sie zum Verladebahnhof des Atomkonzerns Areva in Valognes gebracht. Dort werden die Castorbehälter auf Bahnwaggons verladen.
Damit sind alle 11 Castorbehälter im Verladebahnhof in Valognes angekommen. Der Geisterzug wird aller Voraussicht nach am Freitag um 14.20 Uhr seine Fahrt ins niedersächsische Gorleben antreten. “Alle Appelle an die Politik, diesen Transport abzusagen, sind verhallt”, beklagt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).
Donnerstag, 04.11.10, 10:07 Uhr
6 Busse aus dem Münsterland
Atomkraftgegner aus dem Münsterland fahren am jetzigen Samstag, den 6. November, mit insgesamt sechs Sonderbussen zur bundesweiten Anti-Atom-Demo nach Dannenberg ins Wendland. Dort wird gegen den Castor-Transport von hochradioaktiven Brennelementen ins Zwischenlager Gorleben sowie für den sofortigen Atomausstieg demonstriert.
Nach derzeitigem Stand fahren allein drei Groß-Busse aus Münster und Greven ab. Ein weiterer Bus bedient Coesfeld, Nottuln, Telgte und Warendorf, ein fünfter Bus fährt Ladbergen, Lienen und Lengerich an, während der sechste Bus in Ahaus abfährt.
„Wir sind von der Resonanz im Münsterland überwältigt. Die Verabschiedung der AKW-Laufzeitverlängerungen treibt die Menschen auf die Straße. 2008 fuhren aus der Region noch zwei Busse zur letzten Castor-Demo. Die diesjährige Beteiligung ist für uns ein neuer Rekord. Auch aus anderen Teilen von NRW fahren Sonderbusse nach Dannenberg. Insgesamt wird mit mehr als 30 000 Demonstranten gerechnet,“ zeigt sich Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen erfreut.
Donnerstag, 04.11.10, 09:07 Uhr
Alle elf Castoren in Valognes eingetroffen
Die letzten der elf Castorbehälter mit hochradioaktivem Atommüll haben heute die Wiederaufbereitungsanlage im nordfranzösischen La Hague verlassen, wie Greenpeace-Atomexperte Yannick Rousselet aus Frankreich bestätigte. Die Behälter wurden in drei Speziallastwagen zum Verladebahnhof des Atomkonzerns Areva in Valognes gebracht. Dort werden sie auf Bahnwaggons verladen. Damit sind alle Castorbehälter im Verladebahnhof in Valognes angekommen. Der Zug mit den elf Castorwaggons wird aller Voraussicht nach am Freitag seine Fahrt nach Gorleben antreten.
Von der Bundesregierung fordert Greenpeace, die Castorbehälter nicht ins wendländische Gorleben zu bringen, sondern sie im grenznahen AKW Philippsburg zwischenzulagern, um keine weiteren Sachzwänge für das zu untersuchende Endlager in Gorleben zu schaffen. Greenpeace hält den Salzstock in Gorleben als Endlager für hochradioaktiven Müll für ungeeignet.
Mittwoch, 03.11.10, 17:50 Uhr
Tanz den Widerstand! Castor wegbassen!
Gemeinsam mit "Atomkraft wegbassen" gehen wir mit der Ankunft des Castortransports im Verladebahnhof mit fetten Beats an den Start. Wir machen keine Party - sondern sorgen für Bewegung. Denn wer in Bewegung bleibt, der bleibt aktiv gegen Atomenergie....
Splietau Eine Stunde nach Ankunft des Castors beginnt die Kundgebung der BI auf der großen Bühne. Danach legen die DJs Amadeaus und Andi auf. Mit Balkan Beat und Reggae, Funk & Soul heizen wir dem Umladen ein.
Quickborn Am Ortseingang von Quickborn heisst es "Atomkraft wegbassen!". Die DJs-Combo macht kräftig Druck an der Nordroute der Castorstrecke nach Gorleben und sorgt dafür, dass keinem kalt wird.
Gusborn
In Gusborn geht das Hamburger DJ-Team von Krach und Gerümpel an den Start. Unter dem Motto "gegen den Castorunsinn" will die Crew die ganze Nacht ordentlich Druck machen.
Tanz Deine Revolution - mit contrAtom und Atomkraft wegbassen!
Mit dem Trecker zum Castor? Hunderte Schlepper erwarten die Bauern der Bäuerlichen Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg am Samstag auf dem Kundgebungs-Acker vor Splietau. Prominente sollen auf den Treckern vom Treffpunkt in Gusborn bis zur Bühne mitfahren. DOch noch ist nicht geklärt, ob überhaupt ein Trecker rollen darf. Da stellt sich die Polizei nämlich noch quer...
Interview mit dem Anti-Atom-Aktivisten Jochen Stay über die Ziele des Widerstandes und seine Rolle als »Bewegungsarbeiter»: Jochen Stay aus Jeetzel ist seit Jahren einer der führenden Köpfe des Gorleben-Widerstandes. 1992 zog er aus Mannheim ins Wendland. - weiterlesen auf ejz.de
Mittwoch, 03.11.10, 15:59 Uhr
Rekordbeteiligung bei Castor-Protesten am Wochenende erwartet
"Wir gehen von 30.000 Teilnehmern aus, und es können auch noch erheblich mehr werden", sagte Kerstin Rudek von der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg am Mittwoch in Hannover zu der erwarteten Teilnehmerzahl bei einer Großkundgebung in Dannenberg am Samstag. Bislang lag die höchste Beteiligung an der Kundgebung bei 14.500 Menschen im Jahr 2008.
Mittwoch, 03.11.10, 15:44 Uhr
Es ist eine ätzende Aufgabe
"Es ist eine ätzende Aufgabe, die die Polizei hier zu erledigen hat", so Lüneburger Polizeipräsident Friedrich Niehörster im Interview mit der ARD. Atommüll von einem Ort zu einem anderen zu transportieren, sei keine Erfolgsmeldung.
Die Grünen melden einen eigenen Rekord: 94 Busse aus ganz Deutschland seien bislang gebucht, um sich am Samstag auf den Weg ins Wendland zu machen. Insgesamt sind schon mehr als 200 Busse angekündigt.
Kleine Motivationsmeldung: Acht Tonnen Mohrrüben sind gespendet worden! Und 100 Kisten Club Mate sollen helfen, durchzuhalten. Danke an die SpenderInnen!!
Mittwoch, 03.11.10, 14:20 Uhr
Castor bringt Polizei an Grenzen
Mehrere Großeinsätze der Polizei am Wochenende des Castor-Transports bringen die niedersächsische Polizei in Bedrängnis. Zeitgleich findet in Hannover eine Großkundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) statt. Auch in der Bundesliga spielt Hannover 96 gegen Borussia Dortmund, in Braunschweig trifft die zweite Mannschaft von 96 auf Eintracht Braunschweig II, und im gesamten Land finden weitere Veranstaltungen statt – überall werden Beamte gebraucht. „Wir geraten an die Grenze unserer Leistungsfähigkeit“, sagt Karsten Wolff von der Bereitschaftspolizei in Hannover. - weiterlesen auf haz.de
Mittwoch, 03.11.10, 13:06 Uhr
Verkehrsfunk am Samstag
Das Radio Freies Wendland hat am Samstag ab 10 Uhr einen Verkehrsfunk über Castor-Radio
Lüneburg 95,5 MHz
Uelzen 88,0 MHz
Wendland und weit darüber hinaus 89,7 MHz
eingerichtet.
Alle freien Parkplätze, Staus etc. direkt vom Sendestudio "Esso-Wiese" in alle Welt!
Die Polizei hat beim Castor-Transport nach Gorleben ein konsequentes Durchgreifen angekündigt. "Wir sind neutral, können aber jede Gangart", sagte der Lüneburger Polizeipräsident Friedrich Niehörster am Mittwoch. Auch der Bundespolizei-Präsident aus Hannover, Thomas Osterroth, betonte: «Im Umgang mit Straftaten muss es darum gehen, konsequent einzuschreiten.» Die Einsatzleitung rechnet an diesem Wochenende im Wendland mit überwiegend friedlichen Demonstranten - mehrere Zehntausend wollen kommen. Der Anteil der gewaltbereiten Autonomen liegt nach Einschätzung von Niehörster bei weniger als einem Prozent.
Quelle: news.yahoo.de, 03.11.2010
Mittwoch, 03.11.10, 13:02 Uhr
Drei weitere Behälter in Valogne
Drei weitere Castor-Behälter mit Atommüll haben nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace gestern nachmittag die französische Wiederaufbereitungsanlage La Hague verlassen. Die Behälter seien mit Speziallastwagen zum Verladebahnhof Valognes gebracht worden, teilte Greenpeace mit. Damit seien acht von elf Castor-Behältern in Valognes angekommen, die restlichen drei würden voraussichtlich am Mittwoch dorthin gebracht.
Mittwoch, 03.11.10, 13:53 Uhr
Mega-Protest in Hannover
Die Bürgerinitiative Umweltschutz setzt zusammen mit anderen Organisationen auf ein sichtbares Zeichen gegen Laufzeitverlängerung und den anstehenden Castortransport. Industriekletterer hängten 20 Meter lange und zweieinhalb Meter breite Anti-AKW-Plakate an den Schornstein auf dem Faust-Gelände.
Super!
Dienstag, 02.11.10, 14:03 Uhr
Das Wendland im Ausnahmezustand - Camp Gusborn verboten
Lange im Vorwege waren die Anträge für Camps, Verkehrsführungen und Infopunkte eingereicht und die Konzepte vorgestellt worden. Kreisbehörden und Veranstalter zogen an einem Strang, die Polizei zeigte sich kooperativ. Das hat sich nun, nur wenige Tage vor dem Beginn des Transportes, drastisch geändert: Mittlerweile hat die Polizei alle Verfahren an sich gezogen und über das nördliche Kreisgebiet eine Art Ausnahmezustand verhängt. Dabei scheint sie das Ziel zu verfolgen, die Region Dannenberg nahezu komplett und weiträumig vom Strassenverkehr abzuriegeln und den Zugang zur Auftaktkundgebung zu erschweren. Das Camp der Bäuerlichen Notgemeinschaft in Gusborn wurde als möglicher Ausgangsort von Widerstandshandlungen eingeordnet und ganz verboten, die Benutzung der Landesstrasse zwischen Dannenberg und Gorleben für die Traktoren als Zufahrt zur Kundgebung untersagt.
Auch das Camp Splietau war vor wenigen Tagen auf der Kundgebungswiese verboten worden, darf nun aber wenige hundert Meter entfernt - aber auf 300 Personen beschränkt - stattfinden.
Dienstag, 02.11.10, 14:36 Uhr
Am Samstag bei St. Pauli
Der Hamburer Fussballclub hat das Heimspiel am Millerntor zwar verloren - aber die Werbung für die Castorproteste waren großartig: Flugblätter wurden verteilt, vor dem Eingang gab es einen Infostand und große Banner im Stadion:
Dienstag, 02.11.10, 14:47 Uhr
Mit dem TomTom Navigator und Nokia zum Castor
In der Datei befinden sich die Infopunkte sowie die Camps für den TomTom Navigator: Castor2010.ov
Die Vorbereitungen für die Ankunft der hochradioaktiven Fracht im Verladebahnhof Dannenberg laufen auf Hochtouren: gestern kamen mit einem Zug die elf Straßentieflader an, heute morgen sollen die Transporthauben für die Tieflader aus dem Zwischenlager Gorleben geliefert worden seien. Auch vor Ort ist schon ein großes Polizeiaufgebot.
Mit der Abfahrt der Castoren wird am 05.11. gerechnet, mit der Ankunft und dem Umladen auf die Tieflader am kommenden Sonntag.
Dienstag, 02.11.10, 13:40 Uhr
Kundgebung gegen Castor mit Kumi Naidoo, Annelie Buntenbach und Bela B.
Das Programm für die Großkundgebung gegen Atomenergie, gegen ein Atommüll-Endlager in Gorleben und gegen den bevorstehenden Castor-Transport steht fest. Die Debatte um die Verlängerung der AKW-Laufzeiten und die Aufhebung des Gorleben-Moratoriums steht im Fokus der Großkundgebung. Zahlreiche Gruppen und Einzelpersönlichkeiten haben erklärt, dass sie sich den Aktionen gegen den Castor-Transport anschließen werden.
Die Kundgebung findet am kommenden Samstag, den 6. November von 13 bis 16 Uhr vor den Toren Dannenbergs zwischen den Dörfern Nebenstedt und Splietau statt.
Veranstaltet wird die Demonstration von einem Bündnis, dem folgende Organisationen angehören: Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Bäuerliche Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg, Robin Wood, .ausgestrahlt, BUND, campact, contrAtom, Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad. Anmelder ist der Republikanischer AnwältInnen Verein (RAV). Weitere 115 Organisationen rufen zu der Demonstration auf, dazu über 1.100 Einzelpersonen und mehr als 80 prominente Künstlerinnen und Künstler (http://www.castor2010.de/kuenstlerinnen)
Bisher sind 217 Busse aus der ganzen Republik und zusätzlich 20 Zubringerbusse von den Bahnhöfen Salzwedel, Uelzen, Lüneburg und Ludwigslust angemeldet. Die Veranstalter rechnen mit der größten Demonstration in der bisher 33-jährigen Geschichte des Gorleben-Widerstands.
Als Rednerinnen und Redner haben zugesagt:
Jürgen Schulz, Landrat des Landkreises Lüchow-Dannenberg (parteilos)
Kumi Naidoo, Direktor von Greenpeace International
Annelie Buntenbach, Mitglied des geschäftsführenden DGB-Bundesvorstands
Kerstin Rudek, Vorsitzende der BI Umweltschutz Lüchow Dannenberg
Wir suchen dringend fitte Leute als Buseinweiser (gerne auch kleine Gruppen) denn - bisher sind 203 Reisebusse angemeldet. Meldet euch bitte schnell bei demohelfer@castor2010.de
Wenn der Castor-Transport mit hochradioaktivem Atommüll am kommenden Wochenende unter Protest das wendländische Gorleben erreicht, werden auch drei bekannte deutsche Fotografen vor Ort sein. Anders als viele ihrer Kollegen von der Presse möchten sie jedoch nicht nur abbilden, sondern aufmerksam machen auf die Problematik des Atommülls. Sie verstehen sich und ihre Fotos als Teil des Protests. - http://www.inamillionyears.com/
Dienstag, 02.11.10, 11:11 Uhr
Greenpeace begleitet den Castor-Transport 2010
Greenpeace wird den Transport begleiten und entlang der Strecke an verschiedenen Orten mit Strahlungsmessungen, Thermografiebildern und Experten vor Ort zu Verfügung stehen.
Aktuelle Neuigkeiten zum Castor-Transport erhalten Sie rund um die Uhr unter twitter.com/greenpeace_de
Dienstag, 02.11.10, 11:55 Uhr
Warmes Bett im heißen Herbst
Christina Schuster vermittelt für den Widerstand Schlafplätze an Castor-Demonstranten: Viel Schlaf hat sie nicht bekommen in den vergangenen Tagen, sagt sie. Ihr Bauwagen steht in ihrem Kräutergarten auf einem abgelegenen Grundstück in der Nähe von Prisser, und er ist das Hauptquartier des Castor-Widerstandes - wenn es darum geht, Schlafplätze an Atomkraftgegner zu vermitteln, die Anfang November zu den Protesten gegen den Atommüll-Transport nach Lüchow-Dannenberg kommen wollen. Und Christina Schuster vermittelt nicht nur Schlafplätze, sondern sie vermittelt Patenschaften. Widerstands-Patenschaften. - weiterlesen auf ejz.de
Dienstag, 02.11.10, 11:07 Uhr
Friedlicher Protest im Wald - Rund 200 Atomkraftgegner beim Schienenmove
Gut 200 Atomkraftgegner haben gestern an und auf den Bahngleisen bei Leitstade beim traditionellen »Schienenmove» gegen den nächsten Castor-Transport demonstriert, der in der nächsten Woche im Zwischenlager Gorleben erwartet wird. Dass wegen der gerade beschlossenen Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke - wie erhofft - mehr Kernkraftgegner an den Protesten in Lüchow-Dannenberg teilnehmen werden, dafür lieferte die Aktion gestern im Wald an der Strecke des Atommülltransports keine Hinweise: Der »Schienenmove» war ganz »normaler» Castor-Protest. - weiterlesen auf ejz.de
Sonntag, 31.10.10, 12:53 Uhr
Schon mehr als 200 Busse für Großdemonstration in Dannenberg angemeldet
Atomkraftgegner rechnen mit größtem Protest in der Geschichte des Wendlandes: Die Vorbereitungen für die Anti-Atom-Großdemonstration im niedersächsischen Dannenberg am 6. November laufen auf Hochtouren. Die Entscheidung des Bundestages für längere AKW-Laufzeiten hat unglaublich viele Leute aufgerüttelt. Bisher sind 203 Reisebusse angemeldet, täglich kommen derzeit etwa zehn weitere Busse dazu. - weiterlesen auf ausgestrahlt.de
Sonntag, 31.10.10, 11:51 Uhr
Mehrheit der Deutschen hat Verständnis
80 Prozent der Deutschen haben Verständnis für Proteste gegen den bevorstehenden Castor-Transport von hochradioaktivem Atommüll ins niedersächsische Gorleben. Dies ergab eine repräsentative Meinungsumfrage von TNS Emnid im Auftrag von Greenpeace. Auch 65 Prozent der Anhänger von CDU/CSU zeigen Verständnis dafür. - weiterlesen auf greenpeace.de
Auf internetfähigen Handys kann Twitter auch unterwegs empfangen werden.
Samstag, 30.10.10, 18:51 Uhr
Die Kartografie des Widerstands
Nächste Woche bevölkern tausende Castor-Gegner das Wendland. Ihr Motiv ist gleich: Atomkraft verhindern. Ihre Mittel sind verschieden. Die taz gibt einen Überblick:
Die Schotterer
Wer sind sie? Alle von Linksparteilerin und Politaktivistin bis Gewerkschaftssekretär, die entschlossener als in der Vergangenheit den Protest auf eine neue Stufe heben wollen.
Was wollen sie? Mit aktiver Sabotage wollen sie die Schienenbetten unbefahrbar machen. Ihre Methode heißt "Schottern", also Steine aus dem Gleisbett entfernen. Wohlauch "Schottern plus" - das sind die mit den Sägen und dem Werkzeug.
Wie machen sie's? Zu Hunderten geht es ans Gleisbett. MitblockiererInnen mit Luftmatratzen und Weichmachern sollen die Schotterer vor der Polizei schützen.
Wo schlagen sie zu? Im westlichen Teil der Gegend, an der Schienenstrecke. Bevorzugtes Einsatzgebiet: die Göhrde.
Wo schlafen sie? Vor allem in den zwei Camps Köhlingen und Metzingen nahe der Schienenstrecke, aber auch weiter verteilt.
Gefahrenpotenzial? Risky, die Polizei hat hartes Durchgreifen angekündigt. Viele bunte UnterstützerInnen sehen die Schotterer als wirksamsten Schutz für alle.
Die Wendlandbauern
Wer sind sie? Sie sind das Herz des Widerstands und waren schon immer da. Viele protestieren bereits seit 1977.
Was wollen sie? Eine lebenswerte Umwelt ohne Strahlenmüll in der Nähe oder anderswo. Das Motto der Bäuerlichen Notgemeinschaft: Niemals aufgeben!
Wie machen sie's? Ein Trecker-Treck kommt am Freitagabend im Camp zwischen Quickborn und Gusborn an. Mit ihren Maschinen gehören die Bauern und Bäuerinnen zu den mächtigen Blockadeeinheiten- zu Dutzenden auf Kreuzungen verkeilt.
Wo schlagen sie zu? Das weiß man erst hinterher.
Wo schlafen sie? Bei sich zu Hause. Meist nicht allein: Viele Bauern bieten auswärtigen AktivistInnen Schlafplätze an.
Gefahrenpotenzial? Dank erfahrener TeilnehmerInnen eher gering.
Die Hedonisten
Wer sind sie? Antikapitalistische Partypeople, die den Protest auch zum Event machen. Entweder durch Clownerie oder dicke Beat-Boxen, aus denen Elektromusik schallt. 25 Gruppen haben sich dem Bündnis "Atomkraft wegbassen" angeschlossen, um den Autoritäten zu zeigen, dass für einen Castor-Transport spaßtrunkene Feiermobs ein Hindernis sein können.
Was wollen sie? Das Bündnis hat sich gegründet, "um endlich mal den Castor aufzuhalten". Und damit die Füße dabei nicht kalt werden.
Wie machen sie's? Sie schieben selbstgebaute Soundsysteme durch die Gegend und rücken zu Livekonzerten mit LKWs bei Sitzblockaden an. Tanzen, bassen, blocken, sagen sie.
Wo schlagen sie zu? Überall, wo die Stille der Natur nicht genügend Unterstützung hergibt. Meist sind mobile Unterstützungstrupps unterwegs.
Wo schlafen sie? Wichtige Frage, denn dort wird es laut. Im Camp in Hitzacker ist ihre Zentrale.
Gefahrenpotenzial? Unbedenklich. Besonders mit Ohrenstöpseln.
Die Busgesellschaft
Wer sind sie? Gutwilliges Laufpersonal, inklusive Kinderwagenschieber, die zu wenig Zeit oder zu viel Respekt vor der Gefahr haben, mit der Polizei in Berührung zu kommen. Und die trotzdem ins Wendland kommen, um am Samstag bei der Großdemonstration in Dannenberg präsent zu sein. Mit bis zu 300 Bussen kommen Tagesprotestler aus Karlsruhe, Köln, Cottbus oder Kiel, sagen die Veranstalter. Auf castor2010.de gibt es eine Überblickskarte zur gemeinsamen Anreise aus deutschen Städten.
Was wollen sie? Massenhaft Gesicht zeigen - mit einfachen Mitteln.
Wie machen sie's? Sie sind die Protagonisten, die jede Demo braucht. Ihre Mittel: Pappschilder, Transparente - und natürlich: Lieder singen.
Wo schlagen sie zu? Am Samstag um 13 Uhr treffen sie sich zur Auftaktkundgebung der Großdemonstration in Dannenberg - in Sichtweite vom Verladekran, wo die Castoren auf Lkws umgeladen werden.
Wo schlafen sie? Im Bus bei stundenlangen Anfahrten - und dann wieder zu Hause. Wer bleibt, tut das vielleicht im Camp Splietau, praktischerweise direkt am Kundgebungsort.
Gefahrenpotenzial? Gleich null.
Die Sitzblockierer
Wer sind sie? Sie sind die kritische Masse der Wendland-Blockaden. Sie bringen Isomatten und warme Getränke mit und setzen sich auf Straßen und Gleise. Ihr Dach: die Initiative X-tausendmal quer und die Aktion Widersetzen.
Was wollen sie? Sie wollen vor allem auf den Straßenstücken, über die der Castor rollt, blockieren und den Atommülltransport möglichst lange aufhalten.
Wie machen sie's? Mit dem Prinzip der Gewaltfreiheit und einer Taktik, die die Polizeiketten durchfließen soll. Haben sie eine Kreuzung besetzt, bleiben sie, bis sie weggetragen werden.
Wo schlagen sie zu? Vor allem im östlichen Teil auf den Straßenstücken. Aber nicht nur.
Wo schlafen sie? Die StraßenblockiererInnen von X-tausendmal quer haben ihr Zentrum in Gedelitz, die Gleisblockierer in Hitzacker. Aber sie kommen auch aus der gesamten Umgebung oder finden Unterschlupf bei Wendlandbauern.
Gefahrenpotenzial? Situativ einschätzbar. Wer die Sitzblockade verlassen will, hat meist noch jederzeit Gelegenheit.
Quelle: taz.de, 30.10.2010
Samstag, 30.10.10, 18:17 Uhr
500 demonstrieren in Uelzen gegen Castor & Atomkraft
Die "inoffizielle Auftaktdemo" der Castorproteste in Norddeutschland fand heute so großen Zulauf wie noch nie: mehr als 500 Menschen kamen und zogen unter dem Motto "Jetzt ist Schluss! Atomausstieg sofort!" durch die Innenstadt. Bei jedem Transport organisiert die BI Uelzen die Demo eine Woche vor dem Castor nach Gorleben.
Greenpeace veröffentlicht Castor-Fahrplan in Frankreich
Eine Woche vor Beginn des nächsten Castor-Transports hat die Umweltorganisation Greenpeace die offizielle Bekanntgabe der Zugstrecke gefordert. «Die Menschen in Frankreich und Deutschland haben ein Recht darauf zu erfahren, ob und wann ein derart gefährlicher Konvoi bei ihnen in der Nähe vorbeifährt», betonte Yannick Rousselet, Atomexperte der Organisation am Freitag.
Greenpeace veröffentlichte zugleich eine Karte und einen Zeitplan des möglichen Zugverlaufs.
Nach Informationen der Umweltorganisation soll der Zug von Valognes in der Nähe der Wiederaufbereitungsanlage von La Hague über Caen nach Metz fahren. Von dort aus gebe es drei Varianten, um die Grenze nach Deutschland zu überqueren: über Lauterburg, Forbach oder Kehl. Der Zug soll um 14.20 Uhr starten und je nach Strecke zwischen halb elf und halb eins an der Grenze sein.
X-tausendmal quer: Widerstand aus der Mitte der Gesellschaft
BUND, NAJU, IPPNW, Attac und viele andere Organisationen und Verbände beteiligen sich an gewaltfreier Sitzblockade von X-tausendmal quer. „Der Widerstand gegen die schwarz-gelben Atompläne wird von einer breiten Mehrheit getragen und reicht bis in die Mitte der Gesellschaft. In den vergangenen Monaten sind Zehntausende gegen Atomkraft auf die Straße gegangen und haben in unzähligen Protestaktionen ihren Unmut über die schwarz-gelbe Atompolitik ausgedrückt. Statt den breiten Bürger-Protest ernst zu nehmen, tütet die Regierung ihre Energiepolitik in Nacht und Nebel mit den Atomkonzernen ein und drückt sie nun auch im Parlament durch. Aus demokratischer Sicht ist das ein Schlag ins Gesicht zehntausender engagierter Bürger", erklärt Luise Neumann-Cosel, Pressesprecherin von X-tausendmal quer.
Die wendländische Initiative WiderSetzen wird sich auch in diesem Jahr dem Castor-Transport mit Entschiedenheit und Phantasie in den Weg setzen. Nach der großen Auftaktkundgebung am 6. November 2010 steht das Camp Hitzacker als Anlaufpunkt offen. Am Sonntag, dem 7. November beginnt dort um 8.00 Uhr das große Aktionstraining. Dort gibt es auch eine Einführung in das erstmalig stattfindende „Widersetzen-Spezial“.
„In diesem Jahr steht besonders viel auf dem Spiel. Deshalb haben sich viele Menschen entschlossen, mit ihrem Protest noch einen Schritt über die normale Sitzblockade hinaus zu gehen“, erläutert Jens Magerl, einer der Sprecher von WiderSetzen. „Wir nehmen eines unserer Lieder beim Wort: '...schließt euch fest zusammen, schließt euch fest zusammen'. Wer will, kann sich mittels spezieller Hilfsmittel mit seinen Nachbarn verketten und damit innige Verbundenheit und natürlich unbeugsame Entschlossenheit demonstrieren.“
Die Initiative WiderSetzen weist ausdrücklich darauf hin, daß von ihrer Blockade keinerlei Gefährdung und Bedrohung ausgeht. „Sitzblockaden auf den Gleisen oder der Straße sind ein legitimes Mittel verantwortungsbewusster Bürger“, so Magerl. „Wir appellieren an die Polizei, unserem legitimen Protest respektvoll zu begegnen.“
Ausstieg aus dem Ausstieg - Bundesregierung beschließt Laufzeitverlängerung
Ein schwarzer Tag für die Demokratie: mit einer Mehrheit von 308 zu 289 Stimmen hat die schwarz/gelbe Atomregierung Laufzeitverlänerungen für die Atomkraftwerke beschlossen. Im Schnitt sollen die maroden Meiler zwölf Jahre zusätzlich am Netz bleiben. Ein Beschluss mit kurzer Halbwertzeit sagt die Opposition. Eine Entscheidung gegen die Demokratie, meinen Atomkraftgegner. Den Profit haben die Energiekonzerne, das Risiko tragen wir alle. - weiterlesen auf www.contratom.de
Freitag, 29.10.10, 11:07 Uhr
Von Punk bis Literatur: Künstler rufen zu Castor-Protest auf
Bela B., Petra Oelker und Charlotte Roche kommen ins Wendland: Mehr als 70 namhafte Künstler und Künstlerinnen rufen die Bevölkerung auf, sich an den Protestaktionen rund um den Castortransport ins niedersächsische Gorleben zu beteiligen.
Mehr als 70 namhafte Künstler und Künstlerinnen rufen die Bevölkerung auf, sich an den Protestaktionen rund um den Castortransport ins niedersächsische Gorleben zu beteiligen. "Wenn die Bundesregierung auf die Bevölkerung nicht hören will, müssen wir aktiv werden", heißt es in dem Aufruf, den unter anderem der Schriftsteller und Nobelpreisträger Günter Grass, der Musiker Bela B, der Kabarettist Urban Priol und der Schauspieler Michael Fitz unterzeichnet haben. Die Künstlerinnen und Künstler fordern zudem die Bundesregierung auf, die Laufzeiten der Atomkraftwerke nicht zu verlängern, sondern aus der Atomenergie auszusteigen. Der vom "Bündnis gegen Castor 2010" initiierte Aufruf wird am Montag in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung sowie weiteren sieben regionalen Tageszeitungen in Norddeutschland erscheinen.
Weitere Künstler und Bands, die den Aufruf unterzeichnet haben, sind unter anderen die Musiker Udo Lindenberg, Jan Delay, Judith Holofernes und Pola Roy von "Wir sind Helden", die Kabarettisten Jürgen Becker, Frank-Markus Barwasser (alias Erwin Pelzig) und Hagen Rether, der Regisseur und Produzent der Lindenstraße, Hans W. Geißendörfer, die Musikbands Knorkator, Die Sterne und Madsen, die Schriftsteller Roger Willemsen, Kirsten Boie und Friedrich Ani sowie die Schauspieler Clemens Schick, Susanne Wolff und Rolf Becker.
"Diese korrupte Mauschelei zwischen Frau Merkel und der Atomlobby macht mich so wütend wie lange nichts mehr! Dann verabreden sie auch noch für zukünftige Regierungen verbindliche Klauseln im Vertrag, damit wir den Mist noch nicht mal abwählen können. Der gesunde Menschenverstand sagt mir: wir dürfen nicht so tödlich-giftigen Abfall produzieren, weil wir verdammt noch mal nicht wissen, wohin damit. Auf ins Wendland! Ich bin dabei!", begründete die Autorin und Moderatorin Charlotte Roche ihren Protest.
Auch weitere Prominente haben ihr Kommen ins Wendland angekündigt, darunter die Musiker Bela B. und Rocko Schamoni sowie die Hamburger Krimiautorin Petra Oelker. "Ich fahre wieder zum Protest ins Wendland, weil ich als entschiedene Demokratin die so fatale wie gefährlich dumme Atompolitik der Bundesregierung nicht still haltend hinnehmen kann – es lebt sich schlecht im Falschen", sagte Petra Oelker.
Die Künstler wollen am Samstag kommender Woche, 6. November, zusammen mit der Bäuerlichen Notgemeinschaft auf Traktoren zum Ort der Auftaktkundgebung in Dannenberg fahren. Der Treck startet gegen 11 Uhr in Klein Gusborn. Um 13 Uhr beginnt die Kundgebung in Dannenberg mit zahlreichen Rednern und Bands. Die Demonstration ist der Auftakt zu einer Vielzahl an Protest- und Widerstandsaktionen gegen den Castortransport aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage in La Hague ins Zwischenlager nach Gorleben.
Astrid Schaffert von Attac, Mitinitiatorin des Künstleraufrufs: "Die Reaktionen der Künstler zeigen, dass der Widerstand gegen den Atomkurs der schwarz-gelben Bundesregierung wächst und keine gesellschaftlichen Grenzen kennt. Die Laufzeiten für Atomkraftwerke zu verlängern ist gefährlich, unnötig und Ausdruck einer von den vier Atomkonzernen gelenkten Interessenspolitik. Deshalb sind die Menschen so empört."
»Die Unterstützung ist riesig», so Propst Ste- phan Wichert-von Holten: Insgesamt 72 Pastorinnen, Pastoren und Diakone werden beim kommenden Castor-Transport als Seelsorger »auf der Straße sein - da gehören wir hin, zu den Leuten». 72 - das seien 22 mehr als beim vergangenen Transport, so der Propst. - weiterlesen in der Elbe Jeetzel Zeitung
Die ersten Castorbehälter mit hochradioaktivem Atommüll haben die Wiederaufarbeitungsanlage im französischen La Hague verlassen und sind auf dem Weg nach Deutschland. Da die Brennstäbe besonders lange im Einsatz waren, strahlt laut Greenpeace Frankreich die Fracht stärker als üblich. Die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg kritisiert, dass bei den Protesten im Wendland auch die Bundeswehr zum Einsatz kommen könnte. weiterlesen auf greenpeace-magazin.de
Donnerstag, 28.10.10, 12:19 Uhr
Die Toten Hosen unterstützen den Protest
Die Unterstützer der Proteste gegen den erwarteten Castortransport und die schwarz/gelbe Atompolitik werden immer prominenter: Nach Udo Lindenberg, Tobi Schlegl, Rocko Schamoni, Jan Delay, den Madsens, Günter Grass und vielen anderen folgen nun auch die Toten Hosen.
Gewerkschaft der Polizei und BI Lüchow-Dannenberg für gewaltfreie Proteste
Heute debattiert der Bundestag über die geplanten Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke. Im Wendland wird Anfang November für den Atomausstieg demonstriert, wenn der nächste Castor-Transport nach Gorleben auf den Weg gebracht wird. Es wird vielleicht der größte Castoreinsatz für die Polizei, den es in den letzten 10 Jahren gegeben hat. Es wird mit Sicherheit auch die größte Protestaktion der Atomkraftgegner im Wendland in ihrer 30 jährigen Widerstandsgeschichte. In dieser Kenntnis trafen sich Vertreter der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen und Vorstandsmitglieder der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) jetzt zu einem Gedankenaustausch. -
Greenpeace und die Webseite Tendance Ouest haben erste Bilder vom diesjährigen Castortransport nach Gorleben veröffentlicht. Es handelt sich um den Straßentransport von der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague zum Umladebahnhof Valgone in Frankreich.
Der Zug mit elf Behältern soll in Valogne am 05.11. starten.
Bilderquelle: Greenpeace, Tendance Ouest
Mittwoch, 27.10.10, 16:33 Uhr
Ohrbooten rufen auf: Stellt euch quer!
Mittwoch, 27.10.10, 13:51 Uhr
Irie Revoltes, Rainer von Vielen, LeFly!
Der Castortransport hat begonnen - und das Bühnenprogramm für die Kundgebung am 06.11. steht! Die Irie Revoltés haben zugesagt, uns zwar nicht als komplette Band aber als Soundsystem ordnentlich einzuheizen! Das Musik-Genie Rainer von Vielen wird kommen und LeFly wird es mit St- Pauli-Tanzmusik ordentlich Krachen lassen.
Irie Revoltés
Gegründet 2000 rocken Irie Révoltés jetzt schon seit 10 Jahren die Bühne. Ob in den Clubs oder auf Festivals, die Shows werden von niemandem nicht schweißgebadet verlassen und dies auf über 400 Konzerten von Heidelberg bis Prag und vom Anti-G8-Gipfel in Rostock bis Bordeau. Zudem engagieren sie sich in diversen Projekten, u.a. Viva con Aqua oder Kein Platz für Rassismus.
"Von vielen Stilen zu viele?". No Way geneigter Demo-Besucher! Einfalt passiert woanders - die aufgeworfene Frage beantwortet die Band selbst: "Es gibt kein Zurück!". Nenn es Zen-Metal, Teufels-Pop, Breitband-Minimalismus oder LoFi-Glam - Rainer von Vielen machen Bastard-Pop. Dabei mischen sie Einflüsse verschiedener Kulturen so wie Djs Platten: vermeintlich Gegensätzliches wird zusammengeführt, das Gewohnte zerrissen und somit Neues kreiert. Als Konsequenz trifft dann Bayern auf Tibet und Liverpool auf den Kongo. All das zusammen macht Rainer von Vielen zum Cabrio unter den Live-Bands unserer Breiten und lädt ein zum emotionalen Steilwandklettern.
So richtig krachen lassen es die Hamburger Jungs von LeFly! "Wir rocken den Krümmel hier weg!" schallte es am 24.04.2010 von der Kundgebungsbühne am AKW. Nun auf der Wiese am Verladekran in Dannenberg: St. Pauli-Tanzmusik!
Sechs Männer wollen trümmern und donnern - dabei dabei kopulieren Rock, Hip Hop, Schnaps, Reggae und Turntables miteinander. Seit 2005 begeistert LeFly das Publikum auf Festivals und in den Clubs.
Die ersten Castor-Behälter wurden auf die Reise nach Gorleben geschickt: Nach Angaben von Greenpeave verliessen gestern abend die ersten Behälter mit hochradioaktiven Abfällen die Wiederaufarbeitungsanlage im französischen La Hague und wurden zum Verladebahnhof Valogne gebracht. Von dort soll am 05. November ein Zug mit Ziel Wendland starten.
Entlang der Schienenstrecke wird es ein weiteres Protestcamp in Nahrendorf geben. Atomkraftgegner auf dem Münsterland werden ab Freitag, 05.11. die Türen einer beheizten Unterkunft öffnen!
Castor: Bundeswehr hilft mit Kasernen - nicht mit Tornados
Bundeswehr-Soldatinnen und -Soldaten werden beim kommenden Castor-Transport keine polizeilichen Aufgaben übernehmen. Die erbetene Unterstützung beschränke sich auf das Bereitstellen von Kasernen und Verpflegung, betonte der Sprecher des Niedersächsischen Innenministeriums, Klaus Engemann, gegenüber wendland-net. Tornado-Flugzeuge werden laut Bundes-Innenministerium nicht eingesetzt.
Dienstag, 26.10.10, 10:01 Uhr
Bundeswehr gegen Castor-Demonstranten?
Die Bundeswehr wird im Rahmen der Amtshilfe beim nächsten Castor-Transport nach Gorleben eingesetzt. Das bestätigt das Bundesinnenministerium am 22. Oktober auf Anfrage des Bundestagsabgeordneten Christian Ströbele.
Der Grünen-Politiker wollte wissen, ob "nach den schlechten Erfahrungen beim G-8 Gipfel in Heiligendamm insbesondere auf den rechtlich fraglichen Einsatz von RECCE-Tornado-Aufklärern, welche angeblich täglich ost-westlich die Bahnstrecke im Kreis Lüchow-Dannenberg überfliegen, sowie auf Fertigung personenbeziehbarer Film/Fotoaufnahmen durch diese Flugzeuge" verzichtet würde.
Ein Einsatz der Tornado-Aufklärer "in Verbindung mit den Castor-Transporten ist nicht vorgesehen", lautet die Antwort. Allerdings: "Die Bundeswehr hat auf Anträge des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport und des Bundesministeriums des Innern Unterstützungsleistungen im Rahmen der Amtshilfe (Artikel 35 Absatz 1 des Grundgesetzes) zugesagt."
Am ersten November-Wochenende soll wieder Atommüll aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague ins Zwischenlager Gorleben gebracht werden. Eine solche Mission will genau geplant sein.
In den kommenden Tagen würden elf Tieflader in die Umladestation nach Dannenberg in Niedersachsen gebracht, um dort später die Behälter vom Castor-Zug auf Straßenfahrzeuge umzusetzen, sagte der Leiter des Zwischenlagers, Lutz Oelschläger, am Montag in Gorleben.
Die elf Castor-Behälter würden ebenfalls in den nächsten Tagen per Tieflader von der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague zum 30 Kilometer entfernten Bahnhof Valognes transportiert. ´In dieser Woche müssen mindestens sechs der elf Behälter nach Valognes gebracht werden´, sagte er. Der Transport nach Deutschland wird am ersten November-Wochenende erwartet.
Quelle (Auszug): Focus.de, 25.10.2010
Montag, 25.10.10, 14:40 Uhr
Noch bis 2017 Castortransport nach Gorleben
Die "Gesellschaft für Nuklear-Service " gibt bekannt, dass bis 2017 jedes Jahr hochradioaktiver Atommüll in das niedersächsische Zwischenlager Gorleben rollen soll. Für das kommende Jahr (2011) ist die letzte Fahrt mit hoch radioaktivem Abfall aus der Wiederaufarbeitung im französischen La Hague geplant, berichtete die Gesellschaft für Nuklear-Service am Montag in Gorleben. Voraussichtlich von 2014 bis 2017 sollen dann noch vier Transporte aus dem englischen Sellafield folgen. Bisher stehen im oberirdischen Zwischenlager in Gorleben 91 Behälter mit Atommüll. Der nächste Transport dorthin startet am 5. November in La Hague.
Montag, 25.10.10, 13:15 Uhr
Greenpeace fordert Castor nach Gorleben abzusagen
Deutscher Atommüll aus den Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague (Frankreich) und Sellafield (Großbritannien) soll nach einem neuen Konzept von Greenpeace künftig an AKW-Standorte in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen gehen. Im niedersächsischen Gorleben darf kein weiterer Atommüll deponiert werden. Jeder neue Transport in das Zwischenlager Gorleben erzeugt weiteren Druck, den Salzstock Gorleben als Endlagerstandort festzulegen, ohne Rücksicht auf seine Untauglichkeit.
Der kommende Atommülltransport solle in das Zwischenlager Philippsburg gehen - um unnötige Risiken bei der Umladung zu vermeiden.
Vor dem Brandenburger Tor in Berlin wollen Atomkraftgegner in dieser Woche Sitzblockaden üben. Bei einer Blockade-Übung soll an diesem Donnerstag (28.) in Sichtweite des Bundestages öffentlich das Verhalten bei polizeilicher Räumung trainiert werden. Die Initiatoren des Protestes wollen aber auch gegen die geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke demonstrieren, kündigte die Anti-Atom-Initiative „X-tausendmal quer“ an.
Montag, 25.10.10, 11:56 Uhr
Castor rollt nach Berlin
Unter dem Motto „Atommüll: Zurück an Absender“ sind gestern 400 Atomkraftgegner mit einer täuschend echten Castor-Attrappe samt 40-Tonnen-Lastwagen von Gorleben ins Berliner Regierungsviertel aufgebrochen. Zuvor wurde der Castor vor dem Brennelemente-Zwischenlager von Demonstranten in Strahlenschutzanzügen mit Atommüllfässern beladen und mit einem Demonstrationszug nach Gorleben begleitet. Dabei bewegte sich der Castor auf der Transportstrecke des für Anfang November geplanten „echten“ Castor-Transports – nur in entgegengesetzter Richtung.
Behörden erlassen einwöchiges Versammlungsverbot. Umweltaktivisten reagieren gelassen: Zwei Wochen vor dem geplanten Castortransport aus der Wiederaufarbeitungsanlage im französischen La Hague ins Wendland reagieren die Behörden mit weiteren Einschüchterungsversuchen auf den Widerstand aus der Bevölkerung. - weiterlesen auf jungewelt.de
Sonntag, 24.10.10, 11:29 Uhr
Die Allgemeinverfügung ist da
Gestern in der Elbe Jeetzel Zeitung veröffentlicht, nun auch im Internet nachzulesen: Wie immer erlässt die Polizei eine Allgemeinverfügung anlässlich des Castortransports, was das Demonstrieren 50 Meter links und rechts von Schiene und Straße verbietet:
Was Wann Wo beim Castor2010? Der Castor-Guide gibt Dir Antworten und nützliche Tips!
Hier schonmal zum download (pdf), auf der Kundgebung am 06.11. dann in gedruckter Version für die Hosentasche!
Samstag, 23.10.10, 18:54 Uhr
Was geht beim Castor? Vorstellung der Aktionen
Rappelvoll war der Saal des Dannenberger Schützenhauses am Freitag Abend, als die verschiedenen Anti-Castor-Initiativen ihre geplanten Aktionen vorstellten. So viele Aktionen plant der Castor-Widerstand für die Tage des Atommüll-Transports, dass nur ein Teil des zu erwartenden Geschehens angesprochen werden konnte.-
Die Veranstalter des X-Train, Anti-Atom-Bonn e.V., haben entschieden, das Projekt zu stoppen. Bereits bezahlte Ticketgelder werden zurücküberwiesen. Nähere Infos unter
Am heutigen Castorschienen-Aktionstag protestieren bundesweit an mehr als 100 Orten Atomkraftgegner gegen Atommülltransporte und den Weiterbetrieb der Atomanlagen. Die dezentralen Proteste sind geplant an den Transportrouten von Karlsruhe ins niedersächsische Gorleben und nach Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern sowie von Jülich nach Ahaus in Nordrhein-Westfalen.
Es haben sich schon über 140 Busse angemeldet, die am 06.11. Dannenberg ansteuern werden. Zudem wird der X-Train fahren, der am 05.11. in Müchen startet.
Wo bitte geht's zum Castor? - Greenpeace macht mobil
In 50 Städten informieren Greenpeace-Aktivisten ab morgen bundesweit eine Woche lang interessierte Bürger darüber, wie sie sich an den Anti-Atom-Demonstrationen rund um die anstehenden Castortransporte beteiligen können. An Infoständen, die als „mobile Reisebüros“ umgebaut wurden, erklären sie den Passanten, wie sie zu der Großdemo am 6. November ins wendländische Dannenberg kommen können. Sie geben auch Auskunft zu Anlaufstellen für Übernachtung und Verpflegung.
"Wir rechnen mit einem großen Zulauf zu den Protestaktionen rund um den Castor", sagt Tobias Riedl, Atomexperte von Greenpeace. - weiterlesen auf greenpeace.de
Freitag, 22.10.10, 10:05 Uhr
Seit Wochen "komplett dicht"
Am Castor-Wochenende sind in Lüchow-Dannenberg Hotels und Pensionen so gut wie ausgebucht. Das berichtet die Elbe-Jeetzel Zeitung von heute.
Berlin, Krümmel, Gorleben: Ein Trecker-Treck rollt zum Castortransport! Am 05.11. startet morgends ein Konvoi an den Atommüllstandorten Asse-II und Schacht Konrad, vereinigt sich in Braunschweig und nimmt Kurs auf das Wendland. Gegen 20.00 Uhr soll das Camp Splietau erreicht werden.
EILT: Petition im Bundestag zur Abschaltung der AKWs unterstützen!
Die Petition "Nukleare Ver- und Entsorgung - Einhaltung der Verträge zur Abschaltung der Atomkraftwerke bis zum Jahr 2023" braucht dringend Unterzeichner. Schon morgen läuft die Frist ab, es braucht noch 12.000 Menschen, die auf diesem Wege den Atomausstieg fordern.
Mit der Petition wird gefordert, dafür Sorge zu tragen, dass die mit den Stromversorgern abgeschlossenen Verträge zur Abschaltung der Atomkraftwerke bis zum Jahr 2023 eingehalten werden. Bereits 37.000 Atomkraftgegner haben die Forderung unterzeichnet, damit sie in den Bundestag eingebracht werden kann, müssen bis morgen (22.10.) insgesamt 50.000 Unterstützer gefunden werden.
AKW-Laufzeitverlängerungen ohne erhöhte Gefahren für die Bevölkerung gibt es nicht
Anlässlich der heutigen Expertenanhörung im Umweltausschuss zu Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken erklärt Thorben Becker, Atomexperte des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): "AKW-Laufzeitverlängerungen werden Sicherheitsprobleme in deutschen Atomkraftwerken dramatisch verschärfen, vor allem bei den acht ältesten und störanfälligsten Meilern. Die AKW Biblis oder Neckarwestheim erfüllen den derzeitigen technischen Standard bei Weitem nicht. Nachrüstungen blieben in der Vergangenheit häufig aus, auch wegen der bevorstehenden Abschaltung. Es fehlen Sicherheitsmaßnahmen gegen Terroranschläge oder Flugzeugabstürze. Alterungseffekte wie Materialermüdung sind so gut wie nicht in den Griff zu kriegen."
Der BUND ruft zu den Protesten gegen den erwarteten Castortransport auf.
Donnerstag, 21.10.10, 13:20 Uhr
Keine Hinweise auf Ausschreitungen
Die Presseberichte vom Wochenende hätten auch in Polizeikreisen für Irritationen gesorgt, so Torsten Oestmann, Sprecher des Gesamteinsatzleiters in Lüneburg. "Wir haben keine aktuellen Hinweise darauf, dass gewaltbereite Linksextremisten Anschläge gegen Personen verüben werden oder Personen gezielt angegriffen werden sollen", sagt Maren Brandenburger vom Landesamt für Verfassungsschutz. - weiterlesen auf ndr.de
Donnerstag, 21.10.10, 13:38 Uhr
Der Castor rollt... rückwärts! - Aktionen am 24. und 15.10. in Gorleben und Berlin
Dieses Wochenende rollt der Castor - und zwar rückwärts. Randvoll beladen mit Atommüllfässern schicken wir einen täuschend echten Castor-Transport von Gorleben nach Berlin und kippen die Fässer vor den Bundestag - wenn der Umweltausschuss des Bundestags über den Atom-Deal debattiert. -
Aktionstag gegen Castor-Transporte BI Umweltschutz kritisiert Polizei für Fehlinformationen über Castor-Tests
Der Castor-Transport nach Gorleben, der voraussichtlich am 5. November von La Hague ins Wendland rollen soll, macht den Anfang. Weitere Castor-Transporte werden folgen: Von Jülich nach Ahaus und von Karlsruhe nach Lubmin - alle drei Transporte mit hochradioaktivem Müll sollen im Herbst und ab Frühjahr 2011 durch das Land fahren. - mehr auf bi-luechow-dannenberg.de
Donnerstag, 21.10.10, 09:38 Uhr
Aktionstraining gibt Sicherheit für das eigene Handeln - X-tausendmal quer bietet Blockade-Vorbereitung an
Am Sonntag, den 24.Oktober 2010 und am 31.10.2010 findet jeweils ein ganztägiges Training in Gewaltfreier Aktion im Cafe Grenzbereiche in Platenlaase statt.
Veranstalterin ist die bundesweite Anti-Atom-Initiative X-tausendmal quer, die für den Herbst eine große Sitzblockade in Gorleben angekündigt hat und diese Trainings in Kooperation mit der Kurve Wustrow seit dem Frühjahr überall in Deutschland durchführt.
Donnerstag, 21.10.10, 09:55 Uhr
Plakat für x1000
Tom, der Zeichner des Drei-Bilder-Comic Touché der taz hat X-tausenmalquer ein Plakat gemalt. Für alle Freundinnen und Liebhaber seiner skurrilen Figuren ein absolutes Muss. Für alle, die mit einem etwas anderen Plakat gegen den Atommülltransport mobilisieren wollen, eine verdammt gute Gelegenheit. Kostet niX. Nur Versandkosten.
Polizei sperrt Atomanlagen mit S-Draht und Hamburger Reitern ab - Protest gegen Ermittlungsverfahren: Am Castor-Verladebahnhof in Breese in der Marsch hat die Polizei damit begonnen, die Anlage mit sogenanntem S-Draht abzusperren. Einheiten der Bundespolizei stellten gestern Vormittag zunächst Absperrgitter direkt am und um den Verladekran auf und brachten später drei Lagen des gerollten, scharfkantigen Drahtes an. - mehr auf ejz.de
Dienstag, 19.10.10, 10:54 Uhr
Lüneburg: Informationsveranstaltung zum Castortransport und den Gegenaktivitäten
Am morgigen Mittwoch, 20. Oktober 2010, findet um 19.00 Uhr in der Universität Lüneburg eine Info-Veranstaltung zu den Protesten gegen den erwarteten Castortransport statt. Veranstalter ist das NOA-Referat und das Aktionsbündnis Castor-Widerstand (ABC), referieren werden die BI Lüchow-Dannenberg und contrAtom. - mehr auf www.contratom.de
Dienstag, 19.10.10, 10:05 Uhr
Wer Was Wann Wo??? - Infoveranstaltung zum Castor-Transport am Freitag, 22.10. in Dannenberg
Der Transporttermin steht, an dem die nächste Ladung hoch-radioaktiven Müll im Gorlebener Zwischenlager angeliefert werden soll. Aber nicht nur die Betreiber und die Polizei bereiten sich akribisch auf die sogenannten „Grünen Wochen im Wendland“ vor. Auch die Atomkraftgegner sind mal wieder voller Ideen. Um der hiesigen Bevölkerung einen Überblick über die verschiedensten Pläne der Widerständischen zu bieten, werden alle Aktionspläne zum Castor-Transport am kommenden Freitag öffentlich im Schützenhaus Dannenberg vorgestellt.
Wie artikuliere ich meinen Unmut über die strahlende Fracht? Welche Widerstandsaktion ist für mich geeignet, welche Aktionsform machbar, wo und wie finde ich Gleichgesinnte? Wen diese Fragen beschäftigen, dem werden an diesem Abend Entscheidungshilfen geliefert. En gros und en detail.
Die als Auftakt für die „heiße Protestphase“ geplante gemeinsame Veranstaltung aller Widerstandsgruppierungen verspricht interessante Einblicke in das breite Spektrum der aktiven Umweltschützer: Was organisiert die Bürgerinitiative? Wo sitzt WiderSetzen? Was bedeutet „Castor wegbassen“? Wohin bloß mit dem ganzen Schotter? Wie viel ergibt drei mal X-tausend quer? Insgesamt neun Sprecherinnen verschiedener Widerstandsgruppen werden am kommenden Freitag im Dannenberger Schützenhaus ihr Konzept zum Castor-Transport im November vorstellen. Es werden Flugblätter, Aufkleber und Plakate zum Mitnehmen ausliegen. Verschiedene Motivationsfilme zum Widerstand werden erstmalig öffentlich gezeigt.
Moderator Willem Wittstamm ist sich schon jetzt sicher: „Das Interesse der Bevölkerung, sich gegen diese menschenverachtende Politik querzustellen ist in diesem Jahr riesengroß. Das Schützenhaus wird rappelvoll.“ Und er stellt eine weitere Prognose: „Von der Schülerdemo bis zur großen Sitzblockade: die Aktionen zum strahlenden Müll-Transport werden auch in diesem Jahr dafür sorgen, dass die „Grünen Wochen“ im Wendland nicht so verlaufen werden, wie es sich die Atom-Lobby und ihre Vollzugshelfer wünschen“.
Die Veranstaltung ist am 22. 10. im Schützenhaus Dannenberg, Beginn 20:00.
Dienstag, 19.10.10, 10:59 Uhr
Soli-Erklärung: Ja zum "Schottern"
Proteste gegen Castortransporte und staatsanwaltschaftliche Ermittlungen: Umweltverbände und Parteigliederungen bekunden Sympathie fürs Steinewegräumen - lesen in jungewelt.de
Montag, 18.10.10, 12:52 Uhr
Informationen zum nächsten Castortransport
Welche Probleme gab es bei der Zulassung der Castor-Behälter, die Anfang November nach Gorleben transportiert werden sollen? Wie steht es um die Zwischenlagerkapazitäten an den deutschen Atomkraftwerken und was käme an Transporten und Belastung auf die Region zu, würde Gorleben das Endlager für hochradioaktive Abfälle? Neben der politischen Debatte um die Atommülllagerung bieten die Rechtshilfe Gorleben, die Bäuerliche Notgemeinschaft und die Bürgerinitiative Umweltschutz Interessierten ein Forum, um Sachargumente und Fakten auszutauschen.
Referent des Info-Abends ist der Diplom-Physiker Wolfgang Neumann (intac-Hannover). Die Veranstaltung beginnt am Dienstagabend um 19.30 Uhr im Café Grenzbereiche in Platenlaase.
Sonntag, 17.10.10, 15:05 Uhr
Lüneburg: Castor-Vorbereitungstage für Jugendliche
Unter dem Motto Get Ready! veranstaltet das Jugendbündnis gegen Atomkraft vom 21.-23. OktoberVorbereitungstage zum Castor 2010:
Warum haben eigentlich so viele Menschen was gegen Atomkraft? Was ist denn schlecht an Atomkraft? Und warum blockieren Menschen Castor-Transporte?
...
Für all diese Fragen wollen wir gemeinsam mit euch Antworten finden!
(aus dem Flyer)
Angefangen mit (argumentations-)Grundlagen über Atomkraft und Castortransporte wird es auch Workshops zu verschiedenen Aktionsformen und ein Aktionstraining geben. Abschließen geht es dann, im Rahmen des Castorstreckenaktionstages, zu einer Kundgebung am Lüneburger Bahnhof.
Für weitere Infos und den genauen Ablauf besucht die Internetseite juga.tk!
Samstag, 16.10.10, 20:34 Uhr
Atomgegner warnen vor Panikmache wegen Krawallen
Atomkraftgegner haben im Vorfeld des geplanten Castor-Transports nach Gorleben vor einem Schüren der Ängste und Panikmache vor Krawallen gewarnt: "Wir kennen das aus der Vergangenheit: Vor jedem Castor-Transport werden solche Gewaltszenarien an die Wand gemalt", heißt es in einer Mitteilung der Anti-Atom-Organisation "ausgestrahlt" vom Samstag. Anschließend würde dann die Gewaltfreiheit der Protestbewegung gelobt. Das Nachrichtenmagazin "Focus" hatte unter Berufung auf eine vertrauliche Lageeinschätzung des Bundeskriminalamtes (BKA) berichtet, dass die Polizei mit heftigen Krawallen rechne. Quelle: news.yahoo.de, 16.10.2010
Samstag, 16.10.10, 09:04 Uhr
Musenpalast: Stargast 2010: Rocko Schamoni und Bela B von den Ärzten
Hubschrauberlärm, Sirenengeheul, Megaphongequake! Wer zu Castor-Demonstrationen geht, weiß, was ihn erwartet. Doch es gibt einen Ort, wo er den Stress des Castortransports ein wenig vergessen kann: der Musenpalast in Laase, seit Jahren Kultplatz für alle, die während der kalten Nächte etwas Kultur, Ruhe und vor allem WÄRME genießen wollen.-
Drei Kurzfilme hat die Videogruppe im Wendland produziert. Wer noch nicht überzeugt ist, am 06.11. zur Demo zu kommen, der ist es ja vielleicht nach dem Genuss der Videos:
Am 18. Oktober werden Traktoren aus dem Wendland im Rahmen der Montagsdemo durch Stuttgart rollen. “Wir demonstrieren den Schulterschluss, denn Stuttgart 21 und Gorleben stehen symbolisch für das Vorgehen der politischen Klasse, die Profit- und Renommierinteressen gegen die Bürgerinnen und Bürger durchsetzt", so die Atomkraftgegner. - weiterlesen auf www.bi-luechow-dannenberg.de
Donnerstag, 14.10.10, 10:08 Uhr
Gorleben Rundschau Castor-Spezial
Die BI Lüchow-Dannenberg hat die Gorleben Rundschau spezial zum Castor veröffentlicht. Neben aktuellen Artikeln gibt es auch einen Übersichtsplan, wo sich Camps und Infopunkte befinden. - www.bi-luechow-dannenberg.de
Donnerstag, 14.10.10, 09:10 Uhr
Hamburg: Benefitz-Konzert für den Widerstand
SCHOTTER gegen den Atomzug - Das Benefiz für den Castor-Widerstand!
Einlass: 19 Uhr, Beginn 20 Uhr, Tickets: erm. 13 € / normal 20 € im Vorverkauf: Buchhandlung Schanzenviertel, Fabrik, Weltladen (Osterstraße171). Veranstalter: Unternehmer gegen Atomkraft mit Unterstützung von ROBIN WOOD. Infos: www.robinwood.de/castor2010
Donnerstag, 14.10.10, 09:21 Uhr
Aktionsbündnis Atomkraft wegbassen
Der Sommer neigt sich dem Ende zu und das ist noch optimistisch formuliert. Aber das ist kein Grund für Krokodilstränen, denn der Herbst wird strahlen. Versprochen! Das Aktionsbündnis „Atomkraft wegbassen“ hat sich gegründet, um endlich mal den Castor aufzuhalten.
Kommt mit uns tanzen, bassen, blocken, rocken.
Fahrt ins schöne Wendland, packt die lange Unterhose ein.
Unterstützt die Proteste mit Eurem guten Namen, Ideen, Spenden und moralischem Support.
Wechselt den Stromanbieter – beteiligt Euch an der Abstimmung mit der Steckdose.
Das Aktionsbündnis „Atomkraft wegbassen“ wird sich am Camp Hitzacker im Wendland ab dem 5. November beteiligen und auch zu den Blockaden des Castor-Transportes bleiben. Infos: http://atomkraftwegbassen.blogsport.de/
Dienstag, 12.10.10, 12:23 Uhr
BI: Volxfest gegen Atom
Der beliebte Kartoffelsonntag in Dannenberg fällt wegen des 12. Castortransports aus. "Wir bedauern, dass die Terminierung des Castor-Transports zu einer Überschneidung und zur Absage des Kartoffelsonntags führt", schreibt die BI Lüchow Dannenberg. Die Geheimhaltung des Transporttermins durch das niedersächsische Innenministeriums bringe alles durcheinander.
"Wir laden zu einer friedlichen Demonstration ein, mit Redebeiträgen und einem fetzigen Musikprogramm. Wer das Volksfest in Dannenberg am 7. November vermisst, ist mit Kind und Kegel herzlich zur Demonstration am Tag zuvor eingeladen", sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Die ersten Anbieter von Bio-Kartoffeln und Bratwurst hätten sich bereits bei den Organisatoren der Kundgebung gemeldet.
Dienstag, 12.10.10, 12:20 Uhr
Polizei ist nicht unser Gegner, sondern sollte mitdemonstrieren
Atomkraftgegner setzen beim Castor-Transport auf gewaltfreien Widerstand: "Ich stimme Konrad Freiberg von der Gewerkschaft der Polizei eindeutig zu, wenn er die Bundesregierung davor warnt, gesellschaftliche Konflikte zuzuspitzen und auf dem Rücken der Polizei austragen zu wollen", so Jochen Stay von der Anti-Atomorganisation .ausgestrahlt. "Für uns Atomkraftgegner ist deshalb klar, dass bei den Protesten gegen den Castor-Transport nicht die Polizei unser Gegner ist. Zwar haben wir im Einzelfall durchaus Kritik am Verhalten einzelner Beamter oder auch an Entscheidungen der Einsatzleitung. Aber für uns zählt in erster Linie die politische Dimension des Konflikts. Dabei ist die Bundesregierung unser Gegenüber, nicht eine Polizei, in der viele Beamtinnen und Beamte die aktuelle Atompolitik genauso kritisch sehen wie wir." - weiterlesen auf ausgestrahlt.de
Der Castor-Transport, der Anfang November ins Zwischenlager Gorleben rollen wird, soll von rund 16.500 Polizisten gesichert werden, berichtet die ´Nordwest-Zeitung´. Nach Informationen aus Polizeikreisen werde Niedersachsen zusammen mit den Einsatzkräften aus anderen Bundesländern rund 10.000 Polizisten stellen, schreibt das Blatt in seiner Dienstagausgabe. Die Bundespolizei soll den Atommülltransport während seiner Fahrt durch Deutschland mit etwa 6.500 Polizisten absichern.
Quelle: news.yahoo.de, 11.10.2010
Dienstag, 12.10.10, 11:54 Uhr
"Wenn es nach uns gegangen wäre, hätte der Kartoffelsonntag stattfinden können"
Die Polizei habe den Veranstaltern des Dannenberger Kartoffelsonntags nie nahegelegt, dass das beliebte Fest am 7. November hätte abgesagt werden müssen. Ganz im Gegenteil: Selbst wenn an jenem Tag die Castoren in Richtung Breese/Marsch rollen, wäre die Polizei personell so professionell aufgestellt gewesen, dass sowohl der Transport, Demonstrationen dagegen als auch der Kartoffelsonntag hätten gemanagt werden können. Dies sagt Wiebke Timmermann, Pressesprecherin der Polizeidirektion Lüneburg. Sie geht davon aus, dass an jenem Tag der Verkehr vom Kartoffelsonntag hätte geregelt abfließen können. Timmermann klipp und klar: »Wenn es nach uns gegangen wäre, hätte der Kartoffelsonntag stattfinden können.»
(...)
Der Zeitpunkt der Absage war insofern überraschend, als es seit jeher bekannt ist, dass Castoren-Transporte ins atomare Zwischenlager Gorleben um den 9. November herum stattfinden. Seit Monaten zeichnete sich ab, dass der Zug am Wochenende 6./7. November durch Deutschland rollt, um möglichst diesmal am 8. November, einem Montag, ins Zwischenlager gebracht zu werden. Auch wenn von Polizeiseite dieser Termin nie bestätigt wird. Quelle: ejz.de, 11.10.2010
Montag, 11.10.10, 17:14 Uhr
SPD ruft zum Protest gegen den Castortransport auf - Kommt zum Camp!
Die SPD richtet sich deutlich gegen die derzeitige Atompolitik. Ob Laufzeitverlängerungen, die Endlagerfrage oder "Sicherheitskompromisse". Das ist falsch. Wir wollen eine Abschaltung der Atomkraftwerke, ein nach wissenschaftlichen Erkentnissen sicheres Endlager und kein Endlager in Gorleben. Deswegen gehen wir im November auf die Strasse. Gegen Atom und für eine regenerative Zukunft. Wir bitten dich: Nimm dir im November etwas Zeit. Geh zur Auftaktdemo und den nachfolgenden Aktionen. Komm zum Camp. Geh auf die Strasse - Gegen Atomkraft und gegen ein Endlager in Gorleben. - www.gorleben-soll-leben.de
Montag, 11.10.10, 16:39 Uhr
ausgestrahlt: ´Massenproteste gegen Atomenergie gehen weiter´
Nach der Demonstration von 50.000 in München plant die Anti-Atom-Bewegung schon die nächsten Aktionen: "Wir werden nicht locker lassen." - weiterlesen auf www.ausgestraht.de
Montag, 11.10.10, 16:41 Uhr
Gewerkschaft der Polizei beklagt Versagen der Politik
BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg:"Positionieren geht über Lamentieren" - Stuttgart 21, Gorleben, die Gewerkschaft der Polizei fordert von der Politik mehr Rückendeckung. Die Polizei wolle nicht für ungelöste gesellschaftliche Konflikte den Kopf hinhalten, sagte GdP-Chef Konrad Freiberg. ´Die Gewerkschaftsvertreter der Polizei benennen die Konflikte und die missliche Lage der Polizei, aber Positionieren geht über Lamentieren´, kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). - weiterlesen auf bi-luechow-dannenberg.de
Montag, 11.10.10, 10:59 Uhr
X-Mal-Aktion auf der Esso-Wiese
Vielerorts bereiten sich aktive Atomkraftgegnerinnen und -gegner dieser Tage auf den Anfang November zu erwartenden Castor-Transport vor. Mit Training gewaltfreien Widerstands beispielsweise oder mit Mal-Aktionen wie am Sonnabend in Dannenberg. -
50.000 Menschen demonstrieren in München gegen Atomkraft
Mehrere Zehntausend Menschen sind am Samstag in München mit Trillerpfeifen und Plakaten für einen Ausstieg aus der Atomenergie auf die Straße gegangen. An der Aktion unter dem Motto "Atomkraftwerke abschalten" nahmen nach Veranstalterangaben 50.000 Atomkraftgegner teil. - www.anti-atom-bayern.de
Sonntag, 10.10.10, 13:20 Uhr
Jetzt Fahrkarten für den X-Train buchen!
Der X-Train wird rollen: Am 05.11., frühmorgens in München am Hauptbahnhof startet die wohl längste Anti-Atomdemonstration, die Deutschland je gesehen hat. Auf seiner Route u.a. über Stuttgart, Frankfurt, Koblenz, Bonn, Münster und Hannover bietet der X-Train an vielen Bahnhöfen die Möglichkeit, zuzusteigen. Die Organisatoren rufen auf: Bucht jetzt Plätze und helft die Finanzierung möglich zu machen! - alle Infos: www.antiatombonn.de
Samstag, 09.10.10, 14:09 Uhr
Castor-Transport: SPD kritisiert Innenminister
Die SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag hat die Äußerungen von Innenminister Uwe Schünemann (CDU) im Vorfeld des Castor-Transportes in das Zwischenlager Gorleben (Landkreis Lüchow-Dannenberg) Anfang November kritisiert. Schünemanns Vorhaben, mit aller Härte gegen Rechtsbrecher vorgehen zu wollen und die ´vorsorgliche erkennungsdienstliche Behandlung von Demonstranten´ seien überflüssige Provokationen, hieß es in einer Mitteilung der SPD. - weiterlesen auf ndr.de
Freitag, 08.10.10, 16:33 Uhr
09. Oktober: Menschenkette in München! Atomkraftwerke abschalten!
Am morgigen Samstag, 9. Oktober, bilden Atokraftgegner in München eine Menschenkette zwischen den Zentralen der Atomlobby (CSU-Zentrale, EON, und das Bayrisches Umweltministerium) und knüpfen ein symbolisches Band für Erneuerbare Energien, um klarzustellen: Die Energiewende ist möglich! Jetzt! - www.anti-atom-bayern.de
Freitag, 08.10.10, 16:27 Uhr
Gorleben: Großdemonstration und massenhafter Ziviler Ungehorsam
Die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt! kündigt für den 6. November eine Großdemonstration in Dannenberg an, denn vom 5. bis 8. November soll ein Transport von elf Castor-Behältern mit hochradioaktivem Atommüll aus dem französischen La Hague in die oberirdische Zwischenlager-Halle nach Gorleben gebracht werden. Atomkraftgegner planen dagegen große Proteste und Blockadeaktionen. Am Samstag, den 6. November findet in Dannenberg eine bundesweite Großdemonstration statt, zu der mehrere Zehntausend Menschen erwartet werden. - weiterlesen auf wendland-net.de
Freitag, 08.10.10, 15:30 Uhr
Lüneburg: Montagsdemos geplant
Ab 11. Oktober jede Woche Mahnwache vor dem Rathaus: "Nur wer jetzt auf die Straße geht, kann in 20 Jahren sagen: Ich war dabei, als wir der Atomlobby ein Bein gestellt haben!" - Für Anfang November Bettenbörse für und Sonderbusse ins Wendland geplant - weiterlesen auf www.lagatom.de
Freitag, 08.10.10, 15:27 Uhr
Symbolische Sitzblockade: Protest gegen Castor-Transporte
Mit einer kurzen symbolischen Sitzblockade wollen Vertreter der Linken heute von 13 bis 13.15 Uhr an der Friedenseiche auf dem Marktplatz in Kyritz dazu aufrufen, sich an den Protesten gegen die Castor-Transporte nach Gorleben zu beteiligen. - weiterlesen auf maerkischeallgemeine.de
Donnerstag, 07.10.10, 12:55 Uhr
Castor-Südblockade angekündigt
"Wir besetzen die Strecke. Wir hindern den Castortransport an der Weiterfahrt.", so der Aufruf von süddeutschen Anti-Atom-Initiativen. Gemeinsam wollen sie in Berg/Pfalz den Atommülltransport nach Gorleben stoppen.
Wegen Castor: Dannenberger Kartoffelsonntag fällt aus
Der für den 7. November geplante Dannenberger Kartoffelsonntag fällt aus. Grund ist der Castor-Transport. Wie Stadtdirektor Jürgen Meyer am Mittwoch vor der Presse erklärte, habe er offiziell von der Polizei erfahren, dass die Atommüll-Behälter am 5. November in La Hague starten und voraussichtlich am Sonntag in Dannenberg ankommen werden.-
X-tausendmal quer, eine bundesweite Anti-Atom-Initiative, organisiert im November eine große gewaltfreie Sitzblockade gegen den Castor-Transport nach Gorleben. Gemeinsam mit X-tausenden Menschen wollen sie sich im Wendland dem Strahlenmüll-Transport und der unverantwortlichen Atompolitik der Bundesregierung widersetzen.
Bereits jetzt finden bundesweit Aktionstrainings statt, in denen Aktivisten das Verhalten bei polizeilicher Räumung und das Erreichen des Aktionsortes üben und ausprobieren können. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Erlernen deeskalierenden Verhaltens im Kontakt mit der Polizei.
Bei einem medienöffentlichen Training in Wustrow/Wendland im Landkreis Lüchow-Dannenberg werden Aktivisten Teile dieses Programms öffentlich durchführen. Das Training findet am Donnerstag, 14. Oktober, von 13 bis 15 Uhr statt. Veranstaltungsort ist das Tagungshaus „KURVE“ in der Kirchstr. 14, 29462 Wustrow, nahe Gorleben im Landkreis Lüchow-Dannenberg.
Dienstag, 05.10.10, 15:58 Uhr
Spende von Voelkel
Nicht nur mit besten Bio-Säften unterstützt die wendländische Firma Voelkel den Widerstand gegen die Atomanlagen bereits seit Jahrzehnten. Über 1.000 Euro hat der Betrieb, der seit 1936 bei Gartow Bio-Saft produziert, gespendet. Dafür ein herzliches Dankeschön!
Aus der Firmenphilosophie: "Die Werte der Natur zu respektieren, mit ihren Ressourcen schonend umzugehen und qualitativ hochwertige ökologische Produkte anzubieten - diese Ziele verfolgen wir im Hause Voelkel schon in der dritten Generation."
Neu in der Produktpalette übrigends ein idealer Begleiter für kalte Castor-Nächte: alkoholfreier Granatapfelpunsch.
Ein für das Zwischenlager Gorleben bestimmter Castortransport mit hochradioaktivem Atommüll startet nach Angaben von Umweltschützern am Abend des 5. November in Frankreich. Der Zug werde den Verladebahnhof Valognes in der Normandie voraussichtlich um 18.29 Uhr verlassen, berichteten Atomkraftgegner aus dem Wendland am Montag unter Berufung auf den Fahrplan. (Quelle: news.yahoo.de, 04.10.2010)
Montag, 04.10.10, 17:43 Uhr
Mobilisierungs-Videos für Castor-Widerstand
„Und: Bitte!“ Ein bisschen klingt es wie in Loriots Sketch vom Lottogewinner, wenn Peter Bauhaus den Schauspielern das Startsignal gibt. Viele Male fällt die Klappe an diesem Tag, manche Szenen werden zehn Mal gedreht bis Caspar Harlan, der Kameramann, zufrieden ist. Auf sein erlösendes „Danke! Das war‘s“ warten alle. Und auch das klingt dann wie bei Loriot.
Ganz wie beim Meister des humorigen Kurzfilms, werden auch die Videoclips des Teams um Harlan und Bauhaus lustig sein und mit überraschenden Momenten aufwarten. Der Hintergrund indes ist ernster Natur: Wenn im November der nächste Castortransport ins Wendland rollt, möchte die Bürgerinitiative den größten Protest organisieren, den es jemals in Lüchow-Dannenberg gab. Da gilt es zu mobilisieren, was das Zeug hält. Mit Plakaten, Flugblättern, Broschüren – und eben auch mit kurzen Videos, die allen deutschen Programmkinos angeboten und im Internet von Nutzer zu Nutzer weitergegeben werden sollen. Präsentiert werden die ersten beiden Videos um den 10. Oktober herum, ein weiterer Clip folgt wenig später. - weiterlesen und Bilder vom Dreh bei publixviewing.de
Montag, 04.10.10, 15:25 Uhr
Grüne rechnen mit Castor-Widerstand wie nie zuvor
Die Grünen-Bundesspitze rechnet zum bevorstehenden Castor-Transport mit Atommüll ins Zwischenlager Gorleben mit Protesten wie nie zuvor. Der Bundesvorstand und die Bundestagsfraktion hatten sich am Vormittag zu einer Sondersitzung in Gorleben getroffen. Das Treffen sei ein Ausdruck der Solidarität mit den Menschen in der niedersächsischen Region, sagte Parteichefin Claudia Roth. Die Grünen wollen in Gorleben auch über Aktionen gegen den bevorstehenden Castor-Transport beraten. Quelle: news.yahoo.de, 04.10.2010
Montag, 04.10.10, 11:15 Uhr
Gorleben: Kriminalisierungwelle rollt weiter
Der Ermittlungsausschuss (EA) Gorleben und die Bürgerinitiative Umweltschutz kritisieren polizeiliche Zwangsmaßnahmen wegen politischen Engagements: Mindestens fünf Atomkraftgegner, darunter ein Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative, bekamen Ende September Post von der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow. Die beinahe gleichlautenden Schreiben enthielten kurzfristige Vorladungen zu sogenannten “erkennungsdienstlichen Maßnahmen”. - weiterlesen auf bi-luechow-dannenberg.de
Montag, 04.10.10, 09:27 Uhr
Aktion gegen Atomkraft: Symbolische Sitzblockade in Kyritz
Mit einer kurzen symbolischen Sitzblockade wollen Atomkraftgegner am kommenden Freitag von 13 bis 13.15 Uhr auf dem Kyritzer Marktplatz dazu aufrufen, sich an den Protesten gegen den geplanten Castor-Transport im November zu beteiligen. - weiterlesen auf www.maerkischeallgemeine.de
Samstag, 02.10.10, 23:00 Uhr
Aufhebung des Moratoriums - "Unruhetag" im Wendland
Der Widerstand im Wendland läuft sich warm: Seit dem 1. Oktober 2010 kann unter Tage im Salzstock nach dem 10-jährigen Baustopp wieder Salz abgebaut werden. “Aber in Gorleben wird nicht Salz gewonnen, sondern ein Endlager gebaut, und das auf der Basis des Berg- und nicht des Atomrechts”, kritisiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Mit Kaffeetafeln, Chorproben, Fahrradrallye, Trecker- und Sitzblockaden blockieren einige Hundert aufgebrachte Gorleben-Gegner die sechs wichtigsten Zufahrtstraßen ins Wendland - weiterlesen auf bi-luechow-dannenberg.de
120 Demonstranten bei "Anti-Castor-Parade": Die Demo richtete sich gegen einen Atommüll-Transport, der auf der Strecke von Le Hague in Nordfrankreich durch Düsseldorf ins niedersächsische Gorleben fahren könnte. Eine mögliche Route führt zwischen dem 5. und 8. November über Düsseldorfer Stadtgebiet und passiert dabei den zwei Kilometer langen Staufenplatztunnel in Grafenberg. Nach Einschätzung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr gilt dieser Tunnel jedoch als unsicher, weil er den Anforderungen an den Brandschutz laut Expertenaussagen nicht genügt. - weiterlesen auf rp-online.de
Freitag, 01.10.10, 15:52 Uhr
Greenpeace sammelt Aktionsfotos vor kommenden Castor-Transporten
In knapp 50 Städten werden Greenpeace-Aktivisten morgen Aktionsfotos gegen die Atompolitik der Bundesregierung sammeln. Mit dem Symbol der Castor-Gegner, einem gelben X, können Bürgerinnen und Bürger ihren Protest gegen die anstehenden Atommüll-Transporte zum Ausdruck bringen. Der nächste Castor-Transport finden Anfang November ins niedersächsische Zwischenlager Gorleben statt. Die Aktions-Bilder werden von Greenpeace im Internet und waehrend der begleitenden Anti-Atom-Demonstrationen gezeigt.
Freitag, 01.10.10, 14:49 Uhr
Samstag: Training in Gewaltfreier Aktion
Im Rahmen des Un-Ruhetages finden am Samstag, den 2.10.2010 ab 12 Uhr spontane „Kurztrainings für gewaltfreie Aktion“ in Lübbow statt. Viele Menschen haben noch nie an einer Sitzblockade oder anderen Aktionen teilgenommen und sind möglicherweise unsicher, was da auf sie zukommt. Doch auch für die, die schon entsprechende Erfahrungen gesammelt haben, sind das keine alltäglichen Situationen.
In diesen Kurztrainings gibt es die Möglichkeit, polizeiliche Räumungssituationen im Vorfeld einmal praktisch durchzuspielen, Bezugsgruppensystem und SprecherInnenrat kennenzulernen, sowie Gleichgesinnte für gemeinsame Aktionen zu finden. Veranstalterin ist X-tausendmal quer in Zusammenarbeit mit der Kurve Wustrow. An deren Infostand ist auch der Treffpunkt für die Trainings.
Freitag, 01.10.10, 14:00 Uhr
Aufhebung des Moratoriums - Unruhetag im Wendland
Ab dem 1. Oktober 2010 sollen nach dem 10-jährigen Baustopp auf der prospektiven Atommülldeponie die Ausbauarbeiten unter Tage wieder aufgenommen werden. Die Aufhebung des Moratoriums ist für die Atomkraft-Gegner in Wendland und den umliegenden Regionen ein fataler Fehler: “Das Moratorium bot die Möglichkeit, eine vergleichende Endlagersuche bei Null zu starten und sich von Gorleben wegen der gravierenden Sicherheitsdefizite elegant zu verabschieden”, konstatiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Mit einem “(Un-) Ruhetag” wollen die Gorleben-Gegner am 2. Oktober auf den behördlichen Bescheid reagieren. - weiterlesen auf www.bi-luechow-dannenberg.de
Donnerstag, 30.09.10, 12:12 Uhr
Lüneburg erwartet den Castor
Lüneburg erwartet den Castor. Am 5. November startet in der französischen Wiederaufbereitungsanlage der nächste Transport mit hoch radioaktivem Müll für das Zwischenlager Gorleben. Schon jetzt formiert sich der Protest. Getragen wird er unter anderem vom Aktionsbündnis Castor-Widerstand mit dem sinnigen Kürzel ABC, einem Zusammenschluss von Initiativen der Anti-Atom-Bewegung. „Jeder Castortransport nach Gorleben dient dem weiteren Betrieb der Atomanlagen und zementiert Gorleben als Endlagerstandort“, begründet Olaf Meyer von der beteiligten Antifa den Protest. - weiterlesen auf kreisboten.de
Mittwoch, 29.09.10, 16:44 Uhr
SMS-Liste für den Castortransport gestartet
Ab sofort können sich interessierte Menschen in unsere SMS-Liste eintragen lassen. Während des Castortransports werden sporadisch die wichtigsten Informationen von uns per SMS versendet. Wir bitten darum, dass sich aber nur diejenigen eintragen, die sich auch tatsächlich an den Protesten beteiligen werden. Denn: jede verschickte SMS kostet uns Geld! Und dieses Geld muss durch Spenden wieder reinkommen.
Also eine große Bitte: Wer sich in die SMS-Liste einträgt, der leistet durch eine Spende an uns einen Beitrag zur Finanzierung dieses Serviceangebotes. - zum Spendenformular
Neben den Informationen, die über die SMS-Liste verschickt werden, bieten wir in diesem Jahr mit dem "Castor-Ticker" auch WAP und twitter-Dienste an. Diese Dienste enthalten viel mehr Informationen als der SMS-Dienst - für Menschen die immer aktuell informiert sein wollen, sind diese Angebote besser...
Hallo Künstlerinnen und Künstler, Liebe Manager, Booker und UnterstützerInnen,
wir brauchen eure Unterstützung. Gegen eine deutliche Mehrheit in der Bevölkerung will die Bundesregierung die Laufzeiten der gefährlichen Atomkraftwerke verlängern, noch mehr Atommüll produzieren und trotz aller Sicherheitsdefizite ein Atommülllager in Gorleben durchsetzen. Gegen diese Pläne hat ein breites gesellschaftliches Bündnis zuletzt im April bei der Menschenkette und im September in Berlin mit jeweils mehr als 100.000 Menschen demonstriert.
Bitte unterstützt uns und unterschreibt den beigefügten KünstlerInnen-Aufruf zur Kundgebung gegen Atomkraft und Castor am 6. November 2010 in Dannenberg/Wendland. Wir werden den Aufruf auf unser Homepage und mit einer großen Zeitungsanzeige veröffentlichen.
Wir wären euch dankbar, wenn ihr diesen Aufruf auch unter euren KollegInnen und Freunden weiter verbreitet!
Außerdem die Bitte: Kommt ins Wendland zur Kundgebung und zu den Aktionen gegen Atomkraft und den Castortransport ab dem 6. November. Wir werden für Unterkunft und Betreuung sorgen und euch über die Aktivitäten im Wendland informieren.
Interessierte Menschen können sich gern bei info@castor2010.de oder dirk.seifert@castor2010.de melden.
Dienstag, 28.09.10, 13:14 Uhr
Regierung verlängert Laufzeiten - Atomkraftgegner: Regierung handelt nur im Interesse der großen Stromkonzerne
Zu der für heute geplanten Verabschiedung des Energiekonzepts im Bundeskabinett erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: "Angela Merkel sollte wissen, dass die 100.000 Anti-Atom-Demonstranten vom vorletzten Wochenende nur die Spitze des Eisbergs waren. Beschließt die Regierung heute die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke, begibt sie sich auf direkten Kollisionskurs gegen die gesellschaftliche Mehrheit.
Die Gefahren der Atomenergie nehmen mit jedem weiteren Betriebsjahr für die Reaktoren zu. Der Atommüllberg wächst, ohne dass eine sichere Entsorgung gewährleistet ist. Die AKW werden nicht mehr benötigt, weil die Alternativen längst da sind. Wer trotzdem alle 17 Reaktoren weiterlaufen lassen will, handelt nur im Interesse der vier großen Stromkonzerne und bürdet der Bevölkerung unverantwortbare Risiken auf.“ - www.ausgestrahlt.de
Dienstag, 28.09.10, 12:03 Uhr
x-tausendmalquer - Mobilisierungsvideos
In knapp sechs Wochen rollt der Castor-Transport. Mit einem ganzen Bündel von MobiClips läuten wir nun die heiße Phase der Mobilisierung und der Vorbereitung auf die Sitzblockade ein:
www.wir-sind-aussteiger.de - Gesichter für den Atomausstieg
Die Atompolitik der Regierung stösst auf den breiten Widerwillen und Widerstand in der Bevölkerung. Das soll auf www.wir-sind-aussteiger.de dokumentiert werden. Dafür brauchen es Unterstützung – und eure Gesichter!
Die Mitbegründerin und langjährige Vorsitzende der Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Marianne Fritzen, erhält am Mittwoch den Petra-Kelly-Preis 2010 der Heinrich-Böll-Stiftung. Die 86-Jährige sei die "Symbolfigur des Widerstandes gegen Castortransporte" und seit mehr als 30 Jahren im Widerstand gegen Atomanlagen aktiv.
Montag, 27.09.10, 10:58 Uhr
Bürger protestieren gegen Castor-Transporte
In Grafenberg und den umliegenden Stadtteilen wächst der Widerstand gegen einen Atommüll-Transport. Eine mögliche Route führt zwischen dem 5. und 8. November über Düsseldorfer Stadtgebiet und passiert dabei den Staufenplatztunnel. Der gilt nach Einschätzung des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr als unsicher, weil er den Anforderungen an den Brandschutz nicht genügt. Diese Aussage hatten Experten allerdings im Zusammenhang mit der Frage getroffen, ob Personenzüge durch den Tunnel fahren können. - weiterlesen auf rp-online.de
Samstag, 25.09.10, 14:54 Uhr
Greenpeace-Jugend mobilisiert zur Demo
Wer Atomkraft doof findet, kann im November ins niedersächsiche Wendland fahren. Wir sind natürlich auch dabei! Dort demonstrieren Menschen seit Jahrzehnten gegen Atomkraft. Es wird eine riesige Demonstration geben und wir hoffen sogar, dass es die größte aller Zeiten wird!
Samstag, 25.09.10, 13:24 Uhr
Gorleben ruft - der X-Train kommt!
Die Anti-Atom.Gruppe Bonn hat Sonderzüge zur Anti-Atom-Demo in Berlin 2009 und zur Menschenkette 2010 organisiert - jetzt will sie den X-Train nach Gorleben rollen lassen - als längste Anti-Atom-Demonstration aller Zeiten!
"1000 Menschen – 1000 km!“ – unter diesem Motto soll Anfang November die längste Anti-Atom-Demonstration aller Zeiten starten. Die Idee: 1000 Menschen tragen am Vortag des Castortransports über mehr als 1000 km im spektakulären Anti-Atom-Sonderzug den Protest gegen die aktuelle Atompolitik öffentlichkeitswirksam ins ganze Land.
Wir richten zur Zeit unterschiedlichste Angebote ein, wie ihr euch auf dem Laufenden halten könnt: eine Ticker-Webseite inkl. Fahrplänen der vergangenen Transporte, einen SMS-Verteiler, WAP-Service und einen Newsletter. Abonnieren könnt ihr schon den twitter: www.twitter.com/gorleben2010
Aufkleber mit der Anti-Atomkraft-Sonne, Informationen über Schlafplätze während der Castor-Tage: All dies und noch viel mehr gibts seit kurzem im Dannenberger Aktionsbüro von X-tausendmalquer. Zu finden ist dieses in der Langen Straße 8 im Lokal „Klahn“. -
Am 2. Oktober wollen Anticastorgruppen und Aktivisten unter anderem mit Chorproben, Sitzblockaden, Tanzstunden und Kaffeetafeln auf den wichtigsten Zufahrtsstraßen in den Landkreis Lüchow-Dannenberg für Unruhe sorgen. - weiterlesen in junge Welt online
Mittwoch, 22.09.10, 16:13 Uhr
Gewerkschaft zu Atomtransport: Minister gießt Öl ins Feuer
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat Innenminister Uwe Schünemann (CDU) nach seinen Aussagen zum befürchteten Gewaltanstieg beim Castor-Transport nach Gorleben kritisiert. "Schünemann hat Öl ins Feuer gegossen", sagte GdP-Landeschef Bernhard Witthaut am Mittwoch in Hannover. "Er hat für die Polizei eine Situation hervorgerufen, die nicht einfach zu handhaben ist." Innenminister Schünemann hätte besser geschwiegen, damit die Polizei den Einsatz in Ruhe vorbereiten könne, sagte Witthaut.
"Ich gehe davon aus, dass die Zahl der Einsatzkräfte auf Kante genäht ist." Sollte die Zahl der Polizisten im Wendland erhöht werden, dann gebe es wiederum Probleme mit der Unterbringung, befürchtete Witthaut. "Die Container sind alle voll." Zudem dürften nicht mehr als drei Beamte in einem Container untergebracht werden. "Da werden wir als Gewerkschaft ganz genau drauf schauen." Quelle: newsclick.de 22.09.2010
Mittwoch, 22.09.10, 13:50 Uhr
X-tausendmal quer: "Regierung provoziert Streit um Gorleben"
"Mit ihren Plänen, den Salzstock Gorleben ab dem 1. Oktober erneut auf seine Eignung als Endlager zu überprüfen wird der seit Monaten wachsende Konflikt um die Atomenergie von der Bundesregierung weiter angeheizt.", so Luise Neumann-Cosel, Pressesprecherin der Anti-Atom-Initiative X-tausendmal quer. Die Reaktion auf diese Politik wird die Bundesregierung in den kommenden Wochen erfahren: Wenn im November der Castor-Transport rollt, werden X-Tausende die Straße nach Gorleben und den Weg zum Weiterbetrieb der AKW gewaltfrei blockieren.
"Wir haben die Sorge, dass durch ein falsches Einsatzkonzept die Lage im Wendland eskaliert", sagte der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Klaus-Peter Bachmann, am Dienstag in Hannover. Er befürchte, dass das Innenministerium in Gorleben vor allem auf schweres Gerät und Wasserwerfer setze. Schünemann rechnet mit mehr Gewalt und höheren Kosten beim geplanten Castortransport in diesem Herbst ins Zwischenlager Gorleben.
Innenminister Uwe Schünemann (CDU) solle nun das Parlament über den bevorstehenden Polizeieinsatz beim Castor-Transport nach Gorleben unterrichten. Quelle: dpa-Ticker / 21.09.2010
Hunderttausend demonstrierten am Sonntag in Berlin und bevor der Castor-Transport nach Gorleben rollt, werden am (vermutl.) 6. November zig-Tausende zu einer bundesweiten Demonstration nach Dannenberg kommen. Eine bundesweite Aktion ganz anderer Art planen Bürgerinitiativen und Organisationen für den 23. Oktober: Eine Aktionskette entlang der Castor-Transport-Strecken.
Nach Einschätzung des Landesvorsitzenden der Polizeigewerkschaft Niedersachsen wird der für November angekündigte Castor-Transport nach Gorleben deutlich länger dauern als die vergangenen Transporte.
"Aufgrund der aktuellen politischen Entscheidungen und Diskussionen werden sich viel mehr Menschen am Protest beteiligen als in den Jahren zuvor." Auch 20-Stunden-Dienste seien dann für die Polizisten wohl keine Seltenheit.
Kliewer appellierte deshalb an die Demonstranten, friedlich ihrem Protest Ausdruck zu verleihen und die "anspruchsvolle Arbeit der Polizei nicht durch gewaltsame Aktionen weiter zu erschweren." Von den Politikern forderte Kliewer Rückendeckung. Die unterschiedlichen politischen Auffassungen dürften nicht auf dem Rücken der Polizei ausgetragen werden.
Atomkraftgegner appellieren: Polizei, spielt dieses miese Spiel nicht länger mit!
Samstag, 18.09.10, 19:22 Uhr
100.000 erteilen in Berlin der Atomenergie eine Absage!
Was für ein Erfolg: Über 100.000 Atomkraftgegner haben heute in Berlin der weiteren Nutzung der Atomenergie eine klare Absage erteilt: „Abschalten – jetzt!“!
"Der heutige unerwartet breite Protest zehntausender Menschen zeigt: Die Bevölkerung duldet keine Klientelpolitik für Atomkonzerne auf Kosten ihrer Sicherheit. Der Widerstand gegen die Atompläne der Bundesregierung kommt aus allen Schichten der Gesellschaft. Jüngere und Ältere, Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten, Gewerkschafter, Beschäftigte in der Branche der Erneuerbaren Energien, Raver und Chöre, Umweltschützer und Angehörige der verschiedenen Parteien protestieren heute gegen längere Laufzeiten für Atomkraftwerke und für einen schnelleren Ausstieg aus der gefährlichen Atomenergie. Nach dieser Demonstration wird der schwarz-gelben Regierungskoalition klar geworden sein, dass sie sich mit ihrem Atomdeal gehörig die Finger verbrannt hat. In der Atompolitik ist noch lange nicht das letzte Wort gesprochen.", so die Veranstalter.
Niedersachsens Umweltminister Sander hat "Grünes Licht" für Gorleben signalisiert. Er will das Landeskabinett in Hannover am kommenden Dienstag über die Genehmigung weiterer Erkundungsarbeiten im Salzstock informieren. Atomkraftgegner gehen auf die Barrikaden und kündigen "Unruhe" an. - weiterlesen auf www.contratom.de
Freitag, 17.09.10, 10:54 Uhr
Schünemann gibt Bespitzelung von Atomkraftgegnern zu
Lüchow-Dannenberger Bürger müssen im Vorfeld des nächsten Castortransports damit rechnen, von verdeckten Ermittlern beobachtet zu werden. Das ist der Antwort von Innenminister Uwe Schünemann zu entnehmen, die er im Landtag auf eine mündliche Anfrage der Grüne-Fraktion gegeben hat. Hintergrund: Erneut war ein Atomkraftgegner von Zivilbeamten überwacht worden war. - weiterlesen auf www.ejz.de
Donnerstag, 16.09.10, 10:52 Uhr
Gorleben: Castortransport am 05./06. November
Recherchen der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg haben ergeben: der nächste Atommülltransport aus Frankreich wird am ersten Novemberwochenende das Wendland erreichen. Am 06.11. wird in Dannenberg eine große Demonstration stattfinden. Der Zug mit 11 Castorbehältern soll am 5. November in Cap de la Hague starten.
"Die Anti-Atom-Proteste werden Anfang November im Wendland, aber auch entlang der Transportstrecke für das Jahr einen vorläufigen Höhepunkt finden”, ist sich die BI gewiss. Ein Bündnis aus Anti-Atom-Gruppen, Umweltverbänden, Gewerkschaften, Kirchenvertretern wird die Bäuerliche Notgemeinschaft und die Bürgerinitiative unterstützen. "Gorleben ist schon lange kein regionales Problem mehr, hier manifestiert sich die verfahrene Atompolitik von Schwarz-Gelb, sie produziert nur Müll, von dem am Ende keiner weiß, wohin - Gorleben als Endlager wird wegen des Wasserkontakts und des Einschlusses von Gas als Atommülldeponie ausscheiden müssen”, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.
Dienstag, 14.09.10, 23:56 Uhr
Atommülldeponie Gorleben soll durch Enteignung ermöglicht werden
Schwarz/gelb legt nach: Mithilfe von Enteignungen soll Gorleben zur Atommüllkippe der Nation gemacht werden. Dafür solle es eine Novellierung des Atomgesetzes geben, damit diese undemokratischen und bürgerfernen Verfahren möglich werden.
"Gorleben soll trotz der bekannten geologischen Einwände als Endlagerstandort durchgesetzt werden, jetzt sollen sogar noch Enteignungen ins Atomgesetz aufgenommen werden. Die schwarz-gelbe Koalition faselt von Dialog und Transparenz, aber handelt zutiefst undemokratisch und bürgerfern. Das wird die ohnehin aufgeladene Stimmung im Atomstreit und im Wendland vor dem nächsten Castor-Transport noch weiter anheizen", prophezeit der Sprecher der BI Lüchow-Dannenberg, Wolfgang Ehmke.
"Aus dem gesamten Bundesgebiet erwarten wir weit über 100 Reisebusse und drei Sonderzüge", sagte Christoph Bautz von der Organisation Campact am Dienstag in Berlin. Die Demonstration richtet sich gegen die Pläne der Bundesregierung, die Laufzeiten für deutsche Atommeiler im Schnitt um zwölf Jahre zu verlängern.