50.000 Menschen Protest: Castortransport 2010

Vorausgegangen waren bewegende Tage in Wendland: Ganze 50.000 Menschen hatten sich an dem vergangenen Samstag zum Protest gegen die Atom-Kurs-Politik der deutschen Bundesregierung bei einer großen Kundgebung im Ortsteil Splietau in Dannenberg versammelt – direkt in Sichtweite zur Castor-Verladestation.

In den folgenden Tagen hatten sich tausende Menschen an den vielen, unterschiedlichsten Aktionen zu dem Zweck des Stoppens des Castor-Transports beteiligt: Gemeindehäuser und Kirchen boten Wärme und Schutz, die vielen Sach- und Essenspenden zeigten, dass die unzähligen auswärtigen Protestler mehr als nur willkommen waren.

Es wird berichtet, dass es ganz allein dem besonnenen Verhalten der vielen Demonstranten zuzusprechen sei, dass die befürchtete und oft zitierte: “Schlacht um Gorleben”, nicht einmal im Ansatz stattgefunden hat.

Trotzdem: Das Polizei-Einsatzkonzept, vor allem in solchen Situationen, in welchen theoretisch De-Eskalation ausgeübt werden sollte, ist Berichten zufolge erneut gescheitert. Teilweise wird erzählt, dass geradezu Jagd auf einige Demonstranten gemacht wurde, die Sonntag versuchten die Bahnstrecke mutmaßlich zu beschädigen bzw. zu zerstören. Ebenso der nächtliche (rechtswidrige) Einschluss einiger Sitzblockierer bei Minustemperaturen sei erschreckend gewesen.

“Atomstaat und Rechtsstaat beißen sich, wenn der Castor rollt, bleibt die Demokratie auf der Strecke.”

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